1,3 Mio. Jobs im Tourismus Italiens gefährdet

Zur Stützung der Mitarbeiter wurden 44 Millionen Stunden Kurzarbeit gezahlt.
© Pixabay

Italienische Flagge

Wegen der Coronakrise sind 1,3 Millionen Jobs im italienischen Tourismus gefährdet. Nach einem Rekordjahr für die Beschäftigung im Fremdenverkehr 2019 ist der Tourismus in Italien mit einer dramatischen Krise konfrontiert, geht aus Angaben des Beobachtungszentrums für den Tourismus (EBNT) hervor. Dabei macht der Fremdenverkehr 13 Prozent des italienischen Bruttoinlandprodukts (BIP) aus.

44 Millionen Stunden Kurzarbeit wurden zur Stützung der Mitarbeiter im Tourismusbereich gezahlt, was 254.000 Vollzeit-Gehältern entspricht. Die Zahl der Saison-Verträge im Tourismusbereich brach von Jänner bis Mai 2020 um 80 Prozent ein. 60 Prozent weniger befristete Verträge wurden abgeschlossen. Dies wirke sich vor allem negativ auf die Beschäftigung von Frauen und Jugendlichen aus, die im Tourismusbereich bisher viele Jobmöglichkeiten gefunden hatten, berichtete EBNT.

Um dem von der Coronakrise schwer gebeutelten Fremdenverkehr unter die Arme zu greifen, richtet Italien jetzt einen nationalen Tourismusfonds ein. Ziel des Fonds, an dem sich die staatliche Förderbank CDP beteiligt, ist die Stützung des Tourismus, unter anderem durch die Verwertung von Immobilien wie traditionsreiche Hotels.

Zwei Milliarden Euro, die zum Teil aus dem EU-Wiederaufbauprogramm „Recovery Fund“ stammen, werden in den Fonds fließen. „Dieser Fonds ist ein wichtiges Instrument zur Förderung des Tourismus, eines Hauptelements der italienischen Wirtschaft“, berichtete Tourismusminister Dario Franceschini.

APA/red

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