Ärger über Route

Kreuzfahrtschiff legte unter Protesten in Venedig ab
© Pixabay

Nach eineinhalb Jahren legte wieder ein großes Kreuzfahrtschiff in Venedig ab. Jedoch war damit nicht jeder zufrieden: In kleine Booten auf dem Wasser, mit Fahnen und Spruchbändern passten Demonstranten den Kreuzer ab. Die Bewegung „No Grandi Navi“ (übersetzt: keine großen Schiffe) hatte bereits Anfang der Woche zu den Protesten aufgerufen.  

Aufgrund der Corona- Pandemie hatte über Monate kein großes Kreuzfahrtschiff in der Weltkulturerbestadt angelegt. Für Ärger hatte die Route des zur Mittelmeerkreuzfahrt aufgebrochenen Schiffs durch die Lagune gesorgt. Denn genau dort wollen die Kreuzfahrt- Gegner die Schiffe nicht mehr haben. Dass es in Venedig jetzt schon wieder mit den großen Schiffen losgeht, überraschte selbst den Kreuzfahrverband Clia. 

Am 1.April trat eine Regelung in Kraft, worin die Regierung veranlasste in Rom einen Ideenwettbewerb zu veranstalten, um Lösungsvorschläge für eine Anlegestelle außerhalb der Lagune zu sammeln. Das Thema Kreuzfahrten in Venedig hatte sogar internationale Prominente auf den Plan gerufen. Musiker wie Mick Jagger oder Schauspielerin Tilda Swinton hatten in einem offenen Brief ein „Stop für den Verkehr großer Schiffe in der Lagune“ gefordert. Vor der Corona- Pandemie hatte Venedig jährlich Millionen Touristen beherbergt. Die Stadt war Ziel vieler Kreuzfahrtschiffe, über die seit Jahren gestritten wird.

APA/ Red.

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