Aida-Chef rechnet mit Erholung der Branche

Saisonneustart am Samstag auf den Kanarischen Inseln.
© Pixabay

Vor dem fĂŒr Samstag geplanten Saisonneustart der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises auf den Kanarischen Inseln hat sich Vorstandschef Michael Thamm zuversichtlich ĂŒber die Zukunft der Branche gezeigt. Noch im Dezember soll das zweite Schiff in der Region starten. “Wir gehen auch davon aus, dass wir im FrĂŒhjahr alle 14 Schiffe wieder in Fahrt haben werden”, sagte Thamm der Deutschen Presse-Agentur.

Im MĂ€rz hatte Aida Cruises wie alle Firmen der Branche wegen der Corona-Pandemie die Reisen eingestellt. Die bisherigen UmsatzausfĂ€lle bei Aida lĂ€gen im Bereich von rund 1,5 Mrd. Euro. “Wir kommen einigermaßen gut durch diese schwierige Situation”, sagte Thamm. “Die Situation ist auf gar keinen Fall existenzbedrohend.”

Mit dem US-Unternehmen Carnival Corporation gebe es einen starken Gesellschafter, der Zugang zum Kapitalmarkt habe. “Wir verhandeln mit der Bundesregierung ĂŒber einen Kredit von 400 Mio. Euro. Ich hoffe, wir kommen noch dieses Jahr zu einem positiven Abschluss.”

Aida Cruises beschÀftigt laut Thamm aktuell rund 10.000 Mitarbeiter. Von den rund 1.500 BeschÀftigten an Land seien etwa 80 Prozent in Kurzarbeit. Die Mehrzahl der auslÀndischen Mitarbeiter warte in den HeimatlÀndern darauf, dass die Branche wieder in Gang kommt.

Thamm geht von einem weiter starken Interesse der Menschen an Kreuzfahrten aus. “Die Leute wollen raus. Sie wollen in die Sonne und sich erholen.” Gleichzeitig könne eine Kreuzfahrt eine Alternative fĂŒr ausgefallene Skiurlaube darstellen.

Am Samstag soll die Aidaperla zu einer einwöchigen Reise auf den Kanarischen Inseln aufbrechen. Das fĂŒr 3.300 Passagiere ausgelegte Schiff sei zu 50 Prozent belegt. “FĂŒr die Sicherheit der Passagiere und Besatzung, aber auch der Menschen in den Zielgebieten ist alles getan”, betonte Thamm. Alle Passagiere brĂ€uchten einen negativen, maximal 72 Stunden alten PCR-Abstrichtest. An Bord herrschten strenge Hygiene und Abstandsregeln, zudem seien nur gefĂŒhrte LandgĂ€nge möglich. FĂŒr die medizinische Versorgung an Bord sei der Lage entsprechend inklusive von TestkapazitĂ€ten ausreichend gesorgt.

 

APA/Red

GefÀllt Ihnen der Beitrag?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner