Air-Berlin: Forderungen gegen Etihad

Insolvenzverwalter Lucas Flöther sieht in der Rücknahme der Zusicherung durch Etihad den Auslöser der Insolvenz.
©pixabay

Umstrittene Forderungen sollen an Investoren verkauft werden.

Im Streit um die Pleite der Fluggesellschaft „Air Berlin“ vor mittlerweile vier Jahren will der Insolvenzverwalter den Weg zur Entschädigung der Gläubiger abkürzen. Dazu will Lucas Flöther juristisch umstrittene Forderungen an Investoren verkaufen. Insbesondere geht es um Forderungen über mindestens 500 Millionen Euro gegen die einstige Großaktionärin Etihad. Die Staatsgesellschaft aus Abu Dhabi hatte im April 2017 eine Patronatserklärung für die kriselnde Air Berlin abgegeben, nahm diese Finanzierungszusage aber vier Monate später wieder zurück. Flöther sieht in der Rücknahme der Zusicherung den Auslöser der Insolvenz. Etihad hatte die Klage auf Schadenersatz als unbegründet bezeichnet und entschlossenen juristischen Widerstand angekündigt. Der Prozess um die in Großbritannien notierte Air Berlin ist am High Court in London anhängig, nachdem der deutsche Bundesgerichtshof die Zuständigkeit der britischen Gerichte bestätigt hatte.

APA/RED/TP

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