Airbus lotet Interesse für A350-Frachter aus

Die Einigung im Zollstreit mit der USA wurde begrüßt
© Pixabay

Der Flugzeugbauer Airbus liebäugelt weiter mit dem Bau einer Frachtversion seines Großraumjets A350. Airbus-Verkaufschef Christian Scherer und Programmchef Philippe Mhun zufolge hätten Kunden nach einem solchen Flugzeug gefragt. Außerdem komme diese Nachfrage der Rentabilität einer möglichen Entwicklung zugute. Bisher sei Airbus im Geschäft mit Frachtjets noch zu wenig vertreten, sagte Scherer. Ob der Airbus A350F tatsächlich gebaut wird, werde aber erst entschieden, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind, erklärte Mhun. 

Entscheidung steht kurz bevor

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte vergangene Woche berichtet, dass diese Entscheidung kurz bevorstehe. Die ersten Bestellungen dürfte Airbus bereits im Juli entgegennehmen. Airbus habe mit mehr als einem Dutzend möglicher Kunden gesprochen. In den nächsten Wochen wolle das Management die Zustimmung des Verwaltungsrats einholen, um den Kunden die Frachtversion anbieten zu können.

Keine Verlängerung für A321neo

Unterdessen zerstreute Scherer Spekulationen über eine verlängerte Version des Airbus-Passagierjets A321neo und seiner geplanten Langstreckenvariante A321XLR. Aus heutiger Sicht, sehe man keinen Grund für eine Verlängerung. Analysten und Medien hatten über die mögliche Entwicklung eines Airbus A322neo spekuliert. Dieser könnte Platz für vier zusätzliche Sitzreihen bieten. 

Airbus zeigte sich nach der Beilegung des Zollstreits zwischen Europa und den USA erleichtert. „Aus der Perspektive von Airbus begrüßen wir das eindeutig“, so Scherer. Alles was für gleiche Spielregeln in der hochgradig im Wettbewerb stehenden Branche sorge und diese Zölle vermeide, die auf beiden Seiten zu Verlusten führten, sei positiv anzusehen.

APA/red

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email