Airline Swiss: Weniger Kündigungen als erwartet

Schweizer Lufthansa-Tochter will bis Jahresende 1.700 Vollzeitstellen abbauen.
© Pixabay

Beim Personalabbau der Schweizer Airline Swiss erhalten 550 Angestellte Kündigungen oder Änderungskündigungen. Das sind weniger als erwartet. Gemäß den ursprünglichen Plänen wären bis zu 780 Mitarbeiter von Kündigungen betroffen gewesen. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens mit den Personalvertretern habe man die Zahl reduzieren können, gab die Lufthansa-Tochter am Dienstag bekannt. Insgesamt werde die Swiss bis Ende des Jahres rund 1.700 Vollzeitstellen abgebaut haben.

Zwei Drittel des Stellenabbaus geschieht über freiwillige Maßnahmen und durch natürliche Fluktuation. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs wegen der Corona-Pandemie verkleinert die Swiss die bisher aus 90 eigenen und im Auftrag der Swiss fliegenden Maschinen bestehende Flotte um 15 Prozent. Dabei werden fünf Langstreckenflieger und zehn Kurzstreckenflieger ausgeflottet.

Die Gewerkschaften übten harsche Kritik

Die Gewerkschaft des Bodenpersonals SEV-GATA etwa wirft der Swiss vor, ihr nicht die nötige Zeit gelassen zu haben, „Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kündigungen vermieden oder deren Zahl beschränkt sowie ihre Folgen gemildert werden können.“ Die Gewerkschaft will deshalb klagen. Auch der VPOD Luftverkehr ruft die Betroffenen der Massenentlassung bei der Swiss dazu auf, die Kündigungen anzufechten.

APA/Red.

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