Bald Entscheidung über Betrieb in Axamer Lizum

Tiroler Skigebiet stellte Antrag auf temporäre Befreiung von der Betriebspflicht, will aber grundsätzlich offen halten
© Axamer Lizum

Die Skigebiets-Verantwortlichen hatten kürzlich betont, dass es sich nur um eine notwendige „Vorsichtsmaßnahme“ handle, man aber auch im kommenden Winter „offen halten“ wolle

Die Seilbahnbehörde im Klima- und Infrastrukturministerium entscheidet in den nächsten Tagen über die Betriebspflicht im Tiroler Skigebiet Axamer Lizum. Das hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage aus dem zuständigen Klimaschutzministerium. Das Skigebiet ist bisher das einzige, das für den Winter eine temporäre Befreiung von der Betriebspflicht gestellt hat. Die Betreiber betonen, trotz des Antrags heuer aufsperren zu wollen.

Betriebspflicht, da Seilbahnen als Verkehrsmittel gelten

Anträge auf temporäre Befreiung von der Betriebspflicht seien eher selten und unüblich. Im Sommer habe es österreichweit für vier Anlagen Befreiungen gegeben, hieß es aus dem Ministerium, in dem die Konzessionsbehörde für Seilbahnen angesiedelt ist. Für Sessellifte ist der jeweilige Landeshauptmann zuständig. Die Betriebspflicht gibt es, weil die Seilbahnen auch als Verkehrsmittel betrachtet werden. Liftbetreiber können sich von dieser Betriebspflicht auch tageweise befreien lassen. Wird dem Antrag stattgegeben, heißt das nicht, dass die Lifte stillstehen müssen. Auch Seilbahnen, die von der Betriebspflicht befreit sind, dürfen trotzdem fahren.

Die Skigebiets-Verantwortlichen hatten kürzlich betont, dass es sich nur um eine notwendige „Vorsichtsmaßnahme“ handle, man aber auch im kommenden Winter „offen halten“ wolle. Es sei die Pflicht des Unternehmens, „allen Eventualitäten vorzubeugen“, um „aktiv auf die Lage reagieren zu können“. In dem Antrag waren die fehlenden Anpassungen der Gesetzeslage für Entschädigungsansprüche aus dem Epidemiegesetz, die Reisewarnungen aus benachbarten Ländern mit den Stornierungen in den vergangenen Tagen sowie der damit verbundene negative wirtschaftliche Ausblick für die Bergbahn als Gründe für die Maßnahme genannt worden.

Die Maßnahme hatte zu großer Besorgnis in Politik und Tourismus geführt. Auch seitens der Gemeinde Axams wurde gefordert, den Antrag zurückzuziehen. Die Bergbahnen hielten jedoch an diesem fest. Eine Krisensitzung endete ergebnislos.

APA/red

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email