Das Leiden des Schweizer Tourismus

Fremdenverkehrsbilanz von minus 290 Milliarden Franken
© Pixabay

Der Fremdenverkehr in der Schweiz ist im vergangenen Jahr von der Corona-Krise hart getroffen worden. Das zeigt auch auch in der am Montag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Fremdenverkehrsbilanz. Demnach fielen die Einnahmen des Tourismus auf den Stand von Anfang der 1990er- Jahre zurück. Die Umsätze aus dem Fremdenverkehr in der Schweiz brachen um 47,8 Prozent auf 9,4 Milliarden Franken ein. 

Gleichzeitig halbieren sich auch die Ausgaben der Schweizer Bevölkerung für Reisen im Ausland nahezu. Sie gab 2020 nach 9,7 Milliarden Franken für Ferien außerhalb der Landesgrenzen aus. Gemäß den Schätzungen des BFS belief sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz damit auf minus 290 Milliarden Franken. Auch die Zahl der Nächtigenden von ausländischen Gästen brach 2020 gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel ein. Der Reiseverkehr mit Übernachtungen fiel um 50,6 Prozent.

Am stärksten hielten dem Druck die Konsumausgaben der ausländischen Personen mit Grenzgänger- oder Kurzaufenthaltsstatus stand. Sonstige Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr verringerten sich infolge der vorübergehenden Schließungen der Grenzen stärker. 

APA/ Red.

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