Deutsche Bahn will Streiks verhindern

Die Kollektivvertragsverhandlungen gehen in die vierte Runde
© Pixabay

Wenige Wochen vor Beginn der Schulferien in mehreren Bundesländern will die Deutsche Bahn Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL verhindern. Laut Personalvorstand Martin Seiler wäre es unnötig wenn die GDL gerade zu dieser Zeit einen Tarifkonflikt anzetteln würde. Am Montag trafen beide Seiten zur vierten Verhandlungsrunde zusammen. Gegenstand der Gespräche soll vor allem der jüngst angepasste Forderungskatalog der Gewerkschaft sein. Dieser verlangt von der Bahn unter anderem „eine allgemeine Entgelterhöhung in Höhe des öffentlichen Dienstes“. Im Herbst einigten sich die Vertragsparteien auf Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten. Zwar sehe die Deutsche Bahn in dem neuen Forderungskatalog Ansätze zu einer Lösung, aber die GDL-Forderungen seien nach wie vor deutlich zu hoch.

Geschäft nimmt Fahrt auf

Nach der Lockerung der Coronaregeln nimmt das Geschäft des staatseigenen Unternehmens gerade wieder Fahrt auf. Seiler zufolge fahre man im Regionalverkehr das volle Angebot. Im Fernverkehr nahezu 100 Prozent. Die Buchungen würden wieder anziehen. „Umso wichtiger sei es, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ihren solidarischen Beitrag leiste“, so Seiler. Gewerkschaftschef Claus Weselsky wollte sich vor Verhandlungsbeginn nicht äußern.

APA/red

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