Deutsche Lokführergewerkschaft lehnt Angebot ab

Streiks werden immer wahrscheinlicher
© Pixabay

Die Deutsche Bahn sieht sich mit möglichen Warnstreiks konfrontiert

Die Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) teilte am Pfingstmontag mit, dass man das Angebot der Deutschen Bahn vom 17. Mai ablehnt. Darüber hinaus übermittelte die Gewerkschaft ein umfangreiches Forderungspaket. Dieses sprenge laut der Deutschen Bahn den wirtschaftlichen Rahmen. Wie faktum.at berichtete, hatte sich Gewerkschaftschef Claus Weselsky bereits vor einer Woche unzufrieden zu dem Angebot der Bahn geäußert und gesagt, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit von Arbeitskämpfen gestiegen sei. Einen konkreten Beginn der Warnstreiks nannte Weselsky allerdings nicht. Laut ihm würden Reisende aber rechtzeitig über Einschränkungen informiert werden.

Angebot bleibe deutlich hinter Forderungen zurück

Die Bahn hatte am 17. Mai erstmals im laufenden Tarifstreit ein Angebot vorgelegt und sich dabei am Abschluss orientiert, den der Konzern bereits im September mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgeschlossen hatte. Dieses beinhaltet eine Lohn- und Gehaltssteigerung von 1,5 Prozent ab dem kommenden Jahr sowie eine Laufzeit bis 2023. Aus Sicht der GDL blieb der Konzern mit dieser Offerte deutlich hinter den Forderungen zurück. Die Gewerkschaft stelle sich eine Gehaltserhöhung von 4,8 Prozent sowie eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von 1300 Euro vor. Eine Sprecherin der Bahn teilte mit, dass man das Schreiben der GDL unverzüglich einer intensiven Prüfung unterziehen werde. Der Vorschlag der Gewerkschaft für einen Verhandlungstermin „erst in 14 Tagen“ bezeichnete die Bahn angesichts der aktuellen Situation als „völlig unverständlich“. Seitens der Bahn wäre man jederzeit zu Verhandlungen bereit.

APA/red

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