Deutscher Flughafenverkehr 2021 halbiert

Verkehr an deutschen Flughäfen im Sommer 2021 bei Hälfte von Vorkrisenniveau
© Pixabay

Türkei & Griechenland sind begehrt, Spanien als Destination im Sinkflug

Trotz der Urlaubs- und Feriensaison bleibt das Verkehrsaufkommen an deutschen Flughäfen weit unter dem Niveau von vor der Coronakrise. Im August nutzten 11,7 Millionen Passagiere die Airports, wie der Branchenverband ADV am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum August des Vorkrisenjahres 2019 ist dies ein Rückgang von 52,2 Prozent. Nach den ersten acht Monaten steht sogar ein Minus von 77,5 Prozent zu Buche.

2020 verdoppelt

Immerhin waren dies fast doppelt so viele Menschen wie vor einem Jahr, als der Flugverkehr wegen der Virus-Pandemie allerdings noch weitgehend brach lag. Im innerdeutschen Verkehr konnten die Airports im August zwar ein bisschen vom Lokführerstreik bei der Bahn profitieren. Doch diese inländischen Verbindungen erreichten trotzdem nur 30 Prozent der Vor-Pandemie-Zeit. Ein Grund dafür ist auch, dass Zubringerflüge für den noch schwachen Langstrecken-Markt fehlen. Zuletzt hat es hier allerdings positive Signale gegeben. Denn Kanada und jüngst auch die USA haben Lockerungen ihrer Einreisebeschränkungen angekündigt. Damit können vollständig Geimpfte aus Deutschland und dem europäischen Schengen-Raum künftig wieder die für die Airlines und Airports lukrativen Langstreckenflüge über den Nordatlantik nutzen.

Frachtverkehr im Aufwind

Der ADV erklärte, der Erholungstrend setze sich insgesamt fort. „Die Türkei und Griechenland sind die Top-Urlaubdestinationen im Reisesommer 2021.“ Das Verkehrsaufkommen von und nach Spanien hingegen habe im August eingebüßt. Denn dort gab es Anfang August vorübergehende Reisebeschränkungen. Positiv entwickelt sich weiter der Frachtverkehr – auch wegen der globalen Lieferengpässe für bestimmte Vorprodukte etwa auf dem Seeweg. Das Cargo-Aufkommen wuchs weiter zweistellig: 15,6 Prozent zum Vorjahr und 12,2 Prozent zum August 2019. „Die Luftfracht zählt zu den Gewinnern der letzten Monate.“ APA/RED./CH

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