Verdi will wieder streiken

Auch diese Woche bleibt es für 100.000 Flugpassagiere spannend.

Streik Luftfahrt / Flughafen
© Adobe Stock

Die Lufthansa steht erneut vor großen Herausforderungen. Die Gewerkschaft Verdi ruft in der laufenden Tarifrunde das Bodenpersonal abermals zum Streik auf.

Die Arbeitsniederlegung soll von Dienstag um 04:00 Uhr bis Mittwoch um 07:10 Uhr dauern und betrifft Flughäfen in Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart. Mehr als 100.000 Passagiere sind von Flugausfällen und Verzögerungen betroffen.

Der Grund für den Streik liegt laut Verdi an dem als “krass unsozial” bezeichneten Angebot der Lufthansa in den aktuellen Verhandlungen.

Die Airline arbeitet an einem Sonderflugplan, um die Auswirkungen auf die Passagiere zu minimieren. Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann betonte die Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gästen und forderte eine schnelle Einigung am Verhandlungstisch.

Die Lufthansa hatte vergangene Woche ein neues Angebot vorgelegt, das mindestens eine Gehaltserhöhung von rund 10 Prozent innerhalb von zwölf Monaten und steuerfreie Inflationsausgleichsprämien von 3.000 Euro vorsieht. Verdi fordert hingegen eine Gehaltserhöhung von 12,5 Prozent und eine monatliche Prämie von mindestens 500 Euro bei einer kürzeren Laufzeit.

Zudem plant Verdi Kundgebungen an den betroffenen Flughäfen.

Parallel dazu streiken auch Piloten bei der Lufthansa-Ferienflugtochter Discover Airlines, um Tarifverträge durchzusetzen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) fordert einen Tarifvertrag, der streikfähig ist. Die Airline hat bisher einen Vergütungstarifvertrag mit dem Betriebsrat abgeschlossen, aber die VC besteht auf separaten Tarifverhandlungen. Die VC rief auch das Cockpit-Personal der Lufthansa zur Solidarität mit den Discover-Beschäftigten auf.

APA/Red.

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