Ein Fortschritt bei Starbucks?

US-Kaffeehauskette bekommt erstmals Betriebsrat
© Pixabay

Die Gewerkschaften freuen sich: Erstmals bekommt Starbucks in den USA einen Betriebsrat

Die Angestellten von zwei Starbucks-Cafés im Bundesstaat New York stimmten nach Angaben der Nationalen Behörde für Arbeitsbeziehungen am Donnerstag für die Gründung von Arbeitnehmervertretungen. Somit bekommt die US-Kaffeehauskette in den USA erstmals einen Betriebsrat. Prominente Vertreter des linken Flügels der Demokraten – wie etwa Senator Bernie Sanders – lobten den hart erkämpften Sieg der Gewerkschaften.

Allerdings ist es kein allumfassender Fortschritt: In einer weiteren Filiale stimmte die Mehrheit der Mitarbeiter jedoch gegen die Gründung eines Betriebsrats. Auch die finalen Abstimmungsergebnisse müssen von der Behörde noch bestätigt werden nachdem einige Stimmabgaben angefochten wurden. Dennoch sind sich die Gewerkschaften sicher, dass sie in den beiden Filialen in Buffalo im Norden des Staates New York gewonnen haben.

Auch Starbucks hat sich zur Angelegenheit geäußert. Die Starbucks-Sprecherin sagte, der Kaffeeriese sei nach wie vor der Ansicht, dass die Bedingungen im Unternehmen keinen Betriebsrat rechtfertigten. Sie fügte hinzu: „Wir respektieren das Recht unserer Partner, sich zu organisieren.“ Der Konzern werde die endgültige Bestätigung der Ergebnisse in den nächsten Wochen abwarten, bevor er die nächsten Schritte bekannt gibt, sagt sie.

Dennoch feiern Gewerkschaften im ganzen Land den Erfolg, weil sie auf einen Dominoeffekt hoffen. Und das nicht nur bei Starbucks, sondern auch bei anderen US-Firmen wie Amazon, die ähnliche Bemühungen der Beschäftigten um eine gewerkschaftliche Organisierung bekämpfen.

Nach Angaben der Gewerkschaft hatte Starbucks etwa 200 Manager und Vorgesetzte in die Filialen geschickt, um unentschlossen Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass Arbeitnehmervertretungen nich in ihrem Interesse seien.

APA/ Red.

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