Emirates fordert mehr Langstreckenflüge für BER

Regierung soll mehr Flugrechte ermöglichen.
© Emirates

Der Lufthansa-Konkurrent Emirates drängt mit Verbündeten der regionalen Wirtschaftsverbände auf mehr Geschäftsmöglichkeiten am neuen Flughafen BER Berlin-Brandenburg. Unternehmerverbände und Gewerkschaft forderten zusammen mit der arabischen Airline und deren Heimatregierung von der Bundesregierung, mehr Flugrechte zu vergeben.

Die Metropolregion Berlin-Brandenburg dürfe angesichts der sich abzeichnenden Erholung des Luftverkehrs nicht noch weiter hinter die internationale Standortkonkurrenz zurückfallen. Mit gerade sieben Langstreckenverbindungen sei Berlin im internationalen Vergleich vor der Coronapandemie nur auf dem 22. Platz gelegen. Das sei umso dringender, als die Region mit der Ansiedlung der Autofabrik von Tesla aus den USA und anderen an wirtschaftlichem Gewicht gewinne und auch ein beliebtes Urlaubsziel sei.

Unterstützt wird die Forderung an das Verkehrsministerium unter anderem vom Flughafen BER selbst, der IHK, dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga und Institutionen der Wirtschaftsförderung in Berlin und Brandenburg. Die schon länger schwelende Debatte um den Ausbau der Langstreckenflüge nach Berlin müsse mit der Erholung des Luftverkehrs von der Coronakrise wiederbelebt werden, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. „Berlin ist die Hauptstadt der größten und wichtigsten Volkswirtschaft Europas und auch ihr wissenschaftlicher Hotspot.“ Die Region müsse so wie Paris oder London auf ein Netz von Langstreckenflügen zurückgreifen können.

Das Verkehrsministerium ist für die Flugrechte zuständig. Die Airline Emirates hat zugleich begrenzte Möglichkeiten, der Lufthansa und anderen europäischen Airlines in Deutschland Konkurrenz zu machen. Denn das Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) erlaubt dem größten Golf-Carrier nur Flüge von vier deutschen Airports. Seit 2004 versucht Emirates, zwei weitere Routenrechte zu bekommen, um neben Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg auch Berlin und Stuttgart bedienen zu können. Die Lufthansa stecke hinter den Bemühungen, den Status Quo nicht zu ändern, heißt es auf der Website von Emirates.

APA/Red.

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