Erste Boeing 777-9 für Lufthansa

Die deutsche Lufthansa soll 2023 als erste Airline mit der Boeing 777-9 fliegen.
©Boris Roessler / dpa / picturedesk.com

Die Boeing 777-9 besitzt mit 4,4 Metern Durchmessern die größten Triebwerke, die jemals in einer Passagiermaschine verbaut wurden.

Mit zwei Jahren Verspätung soll die Lufthansa 2023 den lang erwarteten Langstreckenjet Boeing 777-9 geliefert bekommen – und zwar als weltweit erste Airline. „Das ist heute bestätigt worden – wir werden zum sechsten Mal in der Geschichte von Boeing und Lufthansa hier Launching Customer sein und als erster Operator ein Flugzeug entgegennehmen“, sagte Vorstandschef Carsten Spohr am Freitag bei einer Präsentation eines Testflugzeugs in Frankfurt. Dass sich die Lieferung so verzögert, liegt Boeing zufolge aber nicht nur an der Corona-Pandemie. Die Gespräche mit den Aufsichtsbehörden FAA in den Vereinigten Staaten sowie der EASA in Europa sind noch nicht abgeschlossen. Diese blicken streng auf den Flugzeughersteller, nachdem zwei Maschinen des Typs Boeing 737 MAX abgestürzt sind.

Die deutsche Lufthansa hat 20 Maschinen des Typs 777-9 bestellt. Die sieben ersten sollen in Frankfurt stationiert werden und ältere Modelle, wie etwa die Boeing 747 ersetzen. Besonders an den neuen Fliegern: In ihnen werden die größten Triebwerke eingebaut, die jemals in Passagierjets verwendet wurden. Dafür muss die Tragfläche ganze 72 Meter lang werden. Die 3,5 Meter lange Spitze kann sogar erstmalig zum Parken hochgeklappt werden, wie dies bei Militärflugzeugen bereits seit Jahren gängig ist. Zudem soll die 777-9 rund 40 Prozent weniger CO2 ausstoßen und 50 Prozent weniger Lärm verursachen als etwa das frühere Modell 747-400.

Der Flugzeugbauer entwickelt zurzeit auch eine Ausführung der Maschine für Frachttransporte. Mit Qatar Airlines hat man dafür auch schon den ersten Abnehmer gefunden, wie sich bei der internationalen Luftfahrtmesse in Dubai vergangene Woche herausstellte. Spohr zufolge hätte auch die Lufthansa Interesse daran, man wolle sich aber auch das neuste Produkt der Konkurrenz, nämlich den A350 Frachter von Airbus, anschauen.

APA/Red.

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