Europaweites Verbot von Skiurlaub zu Weihnachten?

Italienischer Premier will das Thema mit Merkel und Macron besprechen.
© Pixabay

Die Schlie√üung von Skigebieten √ľber die Weihnachtsfeiertage w√ľrde diese in eine tiefe Krise st√ľrzen

Italien will sich f√ľr ein europaweites Verbot f√ľr Skiurlaub w√§hrend der Weihnachtsfeiertage einsetzen. √úber dieses Thema will der italienische Regierungschef Giuseppe Conte mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit Frankreichs Pr√§sidenten Emmanuel Macron diskutieren.

Hohes Ansteckungsrisiko bef√ľrchtet

“Mit Merkel und Macron arbeiten wir an einem gemeinsamen europ√§ischen Protokoll zum Thema Winterurlaub. Wir k√∂nnen uns wegen der Ansteckungsgefahr keinen Skiurlaub erlauben”, sagte Conte in der vom Kanal “La7” gesendeten Politshow “Otto e mezzo”.

Conte k√ľndigte detaillierte Anti-Covid-Auflagen f√ľr die Weihnachtsfeiertage in Italien an. Ansonsten drohe die Gefahr, dass sich die Ansteckungen wie bereits in der Sommerzeit vermehren. Italien k√∂nne sich eine dritte Infektionswelle im J√§nner nicht erlauben, argumentierte Conte. Allerdings will die Regierung w√§hrend der Weihnachtsfeiertage einige Ma√ünahmen lockern. So soll es ab dem 3. Dezember keine roten Zonen mit Teil-Lockdowns geben. Die Reisefreiheit zwischen den Regionen k√∂nnte wieder gew√§hrt werden.

Conte erkl√§rte, Italien wolle sich f√ľr Massenimpfungen gegen das Coronavirus einsetzen. Es werde jedoch zu keiner Impfpflicht kommen. “Wir raten zur Impfung, es gibt jedoch keinen Zwang. Ich werde mich impfen lassen, denn wenn der Impfstoff auf den Markt kommt, wird er sicher sein”, sagte Conte. Er zeigte sich √ľberzeugt, dass der Impfstoff ab Ende J√§nner erh√§ltlich sein wird.

Gefahr einer gewaltigen Wirtschaftskrise

Die Pl√§ne der italienischen Regierung bez√ľglich einer m√∂glichen Schlie√üung der Skipisten √ľber die Weihnachtszeit als Ma√ünahme gegen die Coronapandemie haben in Italien zu heftigen Reaktionen gef√ľhrt. Sechs norditalienische Regionen, darunter √Ėsterreichs Nachbarregionen Trentino S√ľdtirol und Friaul Julisch Venetien, appellierten an die Regierung an Rom, auf die Pl√§ne zu verzichten. Die Gefahr sei, dass die Wirtschaft in den Berggebieten in eine noch tieferen Krise st√ľrze. Der S√ľdtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher forderte ein Treffen mit der Regierung, um die Problematik der Skisaison zu diskutieren.

 

APA/red

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