Ferienflieger Condor kann durchstarten

Die Fluggesellschaft verlässt das Schutzschirmverfahren saniert.
© Condor

Airbus A320-200 von Condor

Der deutsche Ferienflieger Condor startet zum 1. Dezember in eine eigenständige Zukunft. Die Gläubiger der Fluggesellschaft haben am Donnerstag (22.10.) dem Restrukturierungsplan zugestimmt, wie Unternehmen und Amtsgericht Frankfurt berichteten. Die frühere Tochter des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook kann damit ihr Schutzschirmverfahren verlassen, die mildeste Form der Insolvenz nach deutschem Recht.

Bei der Präsenz-Verhandlung im Congress-Centrum an der Frankfurter Messe stimmten sämtliche Gläubigergruppen mehrheitlich dem Konzept zu und verzichteten anschließend darauf, Rechtsmittel einzulegen. Der Plan wurde umgehend vom zuständigen Richter bestätigt und ist damit rechtskräftig, wie ein Sprecher des Amtsgerichts Frankfurt bestätigte.

Wegen der andauernden Coronakrise wurde allerdings die Suche nach einem neuen Investor aufgeschoben. Seine Position nimmt als Treuhänder bis auf Weiteres die SG Luftfahrtgesellschaft ein. Das bisherige Management unter Führung von Ralf Teckentrup bleibt im Amt und soll bei besserer Marktlage einen neuen Investorenprozess starten.

„Der Weg ist jetzt frei, dass der 1. Dezember für Condor ein Neustart als gesundes Unternehmen sein wird“, erklärte Teckentrup laut einer Mitteilung. Kunden und Partner könnten sich auch in Zukunft auf den Ferienflieger verlassen. Ermöglicht wird der Neustart durch einen langfristigen Kredit der staatlichen KfW-Bank über 550 Mio. Euro. Condor hat laut eigenen Angaben rund 4.200 Mitarbeiter und 51 Flugzeuge. Am 31. Oktober startet die Fluglinie wieder mit dem Langstreckenflug nach Kuba.

APA/red

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