Flexible Ticketpreise im Wintertourismus

Gastein sowie zwei Tiroler Skigebiete bieten in der kommenden Wintersaison erstmals „Dynamic Pricing“ auf den Pisten an.
©pixabay

Das neue System gilt erstmal nur für Tagespässe.

Am Dienstag stellten die Gasteiner Bergbahnen ein für Österreich neues Konzept vor: Das sogenannte „Dynamic Pricing“ soll es Wintersportlern ermöglichen, Tagespässe zu flexiblen Preisen zu erwerben. Frühbucher sollen sich damit rund 20 Prozent des regulären Ticketpreises sparen. Auch in den zwei Tiroler Skigebieten Obergurgl-Hochgurgl und Sölden ist ein derartiges Konzept, wie es in der Schweiz schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird, bereits geplant.

Ziel dieses Systems ist es, die Besucherströme gezielt zu lenken, wie Bergbahnen-Vorstand Franz Schafflinger erklärt. Konkret soll der Andrang zu den Stoßzeiten reduziert werden sowie die weniger beliebten Zeiten an Attraktivität gewinnen. Das gilt sowohl für den Besucherstrom innerhalb eines Tages, als auch über die Saison verteilt. „Wer den Spitzenzeiten ausweicht, profitiert von attraktiven Preisvorteilen“, so Bergbahnen-Vorstand Wolfgang Egger.

Frühbucher profitieren

Zunächst will man sich nur an die Tagespass-Käufer richten, die ungefähr ein Fünftel der Wintersportler der Gasteiner Skipisten ausmachen. Während Tickets vor Ort an der Tageskasse je nach Saison bis zu 63,50 Euro kosten, können Frühbucher diese ab 47,50 Euro online erwerben. Dabei gilt: Je früher man dran ist, desto billiger sind die Karten. Falls dann doch was dazwischen kommt, bieten die Bergbahnen eine Art Versicherung an. Für einen Aufpreis von zwei Euro kann man eine vollständige Geld-zurück-Garantie bis zum Gültigkeitstag des Tickets kaufen.

Nach der Saison soll das neue Tarifmodell evaluiert werden. Wird es von den Touristen gut angenommen und erfüllt seinen Zweck, wird ein Ausbau des Systems in Betracht gezogen. Etwa wäre eine unterschiedliche Preisgestaltung je nach entsprechenden Time-Slot auf den Pisten denkbar.

APA/Red.

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