Flughafen Salzburg ortet Investitionsbedarf

Grobe Finanzplanung bis 2030 vorgelegt
© Pixabay

Der Flughafen Salzburg ortet bis ins Jahr 2030 einen Investitionsbedarf von 193,5 Millionen Euro. Die Geschäftsführung des Airports hat am Dienstag dem Aufsichtsrat die notwendige Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen eines 10-Jahres-Plans vorgelegt und die entsprechenden Bau- und Entwicklungskosten präsentiert. Allein für den Neubau des Hauptgebäudes, dem „Terminal 1“, werden etwa 80 Millionen Euro benötigt. Der restliche Betrag entfällt auf eine Reihe von Einzelmaßnahmen und Anschaffungen. Wie beispielsweise den behördlich vorgeschriebenen Einsatz des sogenannten Exit-Entry-System (EES) zur Kontrolle von Drittstaatsangehörigen, Neuanschaffungen für die Gepäckkontrolle, Adaptierungen für den Brandschutz, Kosten für die Aufrecht- und Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur, die Rollwegsanierung und die Pistenentwässerung.

Die Summe basiert auf einer groben Schätzung. Seitens der Eigentümer bekam die Investitionen grünes Licht in der Generalversammlung. Der Flughafen gehört zu 75 Prozent dem Land und zu 25 Prozent der Stadt Salzburg. „Wir wissen, dass hier von viel Geld gesprochen wird, aber die Absicherung und gleichzeitig die Weiterentwicklung des Salzburger Flughafens ist unter anderem im Koalitionsvertrag zwischen ÖVP, NEOS und den Grünen festgeschrieben“, so Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Christian Stöckl. „Es ist klar, dass wir hier nicht nur in den Flughafen, sondern in unser gesamtes Bundesland investieren. Viele Betriebsansiedlungen und Tourismusbetreiber sind von den Linien- und touristischen Flugverbindungen und von Gästen aus dem Ausland abhängig“, heißt es weiter. 

Die Höhe des Investitionsbedarfs war in der Vergangenheit mehrfach auf 80 bis 120 Millionen Euro beziffert worden. Flughafen- Geschäftsführerin Bettina Ganghofer hatte zuletzt im Gespräch mit der APA klar gemacht, dass dieses Volumen ohne Zuschüsse der Eigentümer nicht zu stemmen sein werde. Zuletzt war immer wieder auch über den Verkauf von Grundstücksreserven des Airports spekuliert worden.

APA/ Red.

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