Flughafen Wien mit 25 Mio. Euro Verlust

Die Auslastung der Flieger sei noch gering
© Pixabay

Der Flughafen Wien musste im ersten Quartal 2021 Verluste hinnehmen.

Die Coronapandemie hat den Flughafen Wien weiterhin fest im Griff. Im ersten Quartal 2021 brachen die Passagierzahlen um 88,7 Prozent ein. Die Umsatzerlöse sanken um 64,4 Prozent auf 57,5 Mio. Euro. Laut eigenen Angaben betrug der Verlust, nach den ersten drei Monaten des heurigen Jahres, unterm Strich 25 Mio. Euro. Man erwarte sich aber, dass sich der Flugverkehr über den Sommer halbwegs normalisiert und der Verlust aufgeholt werden kann. Laut einer aktuellen Prognose erreiche man 2021 einen Umsatz von rund 430 Mio. Euro, ein positives Ebitda von rund 150 Mio. Euro und eine schwarze Null beim Jahresergebnis. Reisewillige sollten sich im Sommer allerdings auf eine längere Wartezeit einstellen. „Der Check-In dauere wegen der Gesundheitskontrolle und Formalitäten drei bis vier Mal solange“, erklärte Vorstand Julian Jäger. Deswegen gibt es Überlegungen im Sommer den Terminal 1 wieder zu öffnen. Der Flughafen setzt große Hoffnungen in die Einführung des sogenannten „grünen Pass“.

150 Destinationen im Angebot

Laut Jäger sei die Aufhebung der der Quarantäne bei Rückreise für viele Urlaubsländer am Mittelmeer wie Spanien oder Griechenland ein wichtiger Schritt gewesen. Nach derzeitiger Lage, würden rund 50 Airlines 15 Destinationen anbieten. Jäger rechnet damit, dass noch weitere Ziele hinzukommen werden. Somit komme der Flughafen Wien auf rund drei Viertel der Destinationen vor der Pandemie. Ein großes Fragezeichen bleibe die Auslastung. In der Krise lag sie bei 30 Prozent. Zuletzt war sie auf über 40 Prozent gestiegen. Zur Hauptreisezeit würde die Auslastung normalerweise 80 bis 90 Prozent betragen. Es wäre wichtig, auf EU-Ebene mit den USA eine Lösung zu finden. Noch gilt seitens US-Behörden ein Einreiseverbot. Im ersten Quartal lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei 2,4 Mio. Euro. Das Ebit bei minus 30,9 Mio. Euro.

Kurzarbeit soll verlängert werden

Der Großteil der Mitarbeiter ist weiterhin in Kurzarbeit. Deswegen drängt der Vorstand darauf diese in der Luftfahrt weiter zu verlängern. Laut Vorstandsmitglied Günther Ofner brauche man in den Sommermonaten Juli und August zwar mehr Mitarbeiter, aber die Kurzarbeit benötige man trotzdem über 2021 hinaus. 2023 erwartet sich der Flughafen erst 80 Prozent seiner alten Größe. 2020 erhielt das Unternehmen rund 70 Mio. Euro vom Staat für die Kurzarbeit, aus den weiteren Hilfstöpfen erwartet der Vorstand eine niedrige zweistellige Millionensumme. Im April 2021 war man Meilenweit vom Ergebnis von 2019 entfernt. Die Anzahl an Passagieren betrug 269.127. In Vergleichsmonat 2019 waren es 2,7 Mio. Passagiere. Der Flughafen-Vorstand appelliert an Urlauber jetzt zu buchen, bevor die Ticket-Preise wieder steigen.

APA/red

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