Flughafenbetreiber Fraport stellt sich auf Flaute ein

Vorstandschef Stefan Schulte ist dennoch optimistisch.
© Pixabay

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erlitt durch die Pandemie einen Rekordverlust. Er stellt sich auf eine verlängerte Flaute ein. Das Unternehmen möchte langfristig Sach- und Personalkosten sparen, so dass unter anderem rund 4.000 Mitarbeiter sozialverträglich gehen müssen.

Im Jahr 2020 brach die Anzahl der Passagiere auf knapp 19 Millionen ein. Vorstandschef Schulte rechnet heuer mit „unter 20 bis 25 Millionen“ Passagieren. Das Vorcoronaniveau mit mehr als 70 Millionen Fluggästen werde man etwa in den Jahren 2025/26 sehen, prognostizierte Schulte.

Bis dahin soll Terminal 3 mit einer Kapazität von rund 25 Millionen Passagieren pro Jahr fertiggestellt werden. Man habe die Arbeiten gestreckt, aber nicht unterbrochen, so Schulte. Auch das Investitionsvolumen werde nicht reduziert.

Mit den Impfprogrammen könne der Flugverkehr im Sommer wieder starten, ist sich Schulte sicher. Durch die Reisebeschränkungen kam ein Umsatzeinbruch um 55 Prozent, knapp 1,7 Mrd. Euro, zustande. Das Unternehmen hofft zudem auf die staatliche Erstattung von 160 Mio. Euro, die im ersten Lockdown als Vorhaltekosten entstanden seien, um den Flughafen offen zu halten. Angesichts der anhaltenden Krise sollen die Aktionäre – allen voran das Land Hessen und die Stadt Frankfurt – nicht nur für 2019 und 2020, sondern auch für 2021 keine Dividende erhalten.

 

APA/red

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