Frau erhält 683 Euro für Reisemängel

Eine Russland-Rundreise verlief nicht ganz plangemäß. Der Teilnehmerin einer Reisegruppe wird eine Entschädigung zugesprochen.
©Pixabay

Eine Frau verklagte einen Reiseveranstalter von Gruppenreisen auf Schadensersatz aufgrund einer Flugverspätung und daraus resultierender misslicher Vorkommnisse.

Die Intervention des VKI erwirkte einer Kundin eines Reiseanbieters wegen Flugverspätung, Gepäckverlust und „entgangener Urlaubsfreude“ einen Schadensersatz von insgesamt 683 Euro. Nach Annullierung des Hinfluges kam die Reisegruppe der Konsumentin mit 22 Stunden Verspätung am Zielflughafen in Moskau an. Somit verpasste die Frau den ersten Tag der Rundreise und eine Stadtrundfahrt. Zudem ging ein Gepäckstück verloren. Dieses konnte jedoch am darauffolgenden Tag aufgefunden werden. Dafür beantragte sie einen Rücktransport ihres Koffers nach Wien.

Gang vor Gericht bringt Entschädigung

In erster Instanz wurde ihr Antrag nach Entschädigung abgelehnt, in zweiter Instanz schaltete sich der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ein und erwirkte eine Entschädigung von 132 Euro. Nach einem weiteren Verfahren sprach das Landesgericht für Zivilrechtsachen Graz (ZRS) der Konsumentin zusätzliche 551 Euro zu. Nach Angaben des Reiseveranstalters war der Schadensersatz für die Flugverspätung eine Selbstverständlichkeit, der Gepäckverlust ein Bonus, denn die Reisegruppe hatte ihr Gepäck verspätet in Moskau erhalten. Es hätte somit die Möglichkeit bestanden dieses vor Ort mit zugewiesenen Taxis abzuholen.

Das zuständige Grazer Reisebüro „Logos“ bemühte sich um eine rasche Klärung des Vorfalls. „Wir bedauern den Umstand, aber mein Mann und ich haben alles Nötige getan, um so rasch wie möglich das Gepäck nach Moskau zu transportieren. Die Maschine ist nicht geflogen, weil der Pilot nicht erschienen ist. Innerhalb von 22 Stunden haben wir mit unserem Partnerunternehmen einen Ersatzflug eingeleitet und unsere Gruppen zu identifizieren versucht. Am zweiten Reisetag wurden Taxis organisiert, die das Gepäck an die Kunden zurückschickten. Nur zwei Damen aus unserer Reisegruppe sind der Aufforderung nicht nachgekommen und haben sich ihre Koffer nach Österreich zurückschicken lassen,“ so Eleonore Schmutzer, Geschäftsführerin bei „Logos“.

PA/Red.

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