IATA-Chef begrüßt „grünen Pass“

Airlineverband sieht Öffnung des Transatlantikverkehrs im Juni optimistisch entgegen.
© Pixabay

Der Dachverband der Fluggesellschaften IATA rechnet im Juni mit der Öffnung des transatlantischen Flugverkehrs. IATA-Chef Alexandre de Juniac geht von gemeinsamen Regeln in der Sommerreisezeit aus. Noch gelten die wegen der Corona-Pandemie, verhängten Einreisebeschränkungen in der EU und den USA.

De Juniac begrüßte die EU-Pläne für einen einheitlichen digitalen europäischen Impfausweis. Ein Problem sei es aber, wenn zu viele verschiedene digitale Lösungen vorhanden sind. Das mache das Reisen für die Passagiere zu kompliziert. Der von der AITA entwickelte „IATA Travel Pass“ ist eine App fürs Smartphone. Sie soll schon ab April zur Verfügung stehen.

Durch den Rückgang der Passagierzahlen im Jahr 2020 sind auf den Routen weniger als die Hälfte der Flüge im Monat unterwegs. Die Regierungen hätten die Fluginsdustrie mit 225 Milliarden Dollar (etwa 189 Mrd Euro) unterstützt. Etwa die Hälfte (54 Prozent) müsse zurückgezahlt werden. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr seien im vergangenen Jahr um 418 Milliarden Dollar gefallen. „Ich dränge Regierungen zu noch mehr stimulierenden Maßnahmen“, sagte de Juniac.

Das kritisieren Umweltschützer. „Das neue Normal wird weniger Flüge bedeuten, insbesondere weniger Geschäftsreisen, daran muss sich die Branche anpassen“, meinte etwa Andrew Murphy vom Umweltverband Transport & Environment in Brüssel. Öffentliche Mittel sollten besser zur Entwicklung sauberer Kraftstoffe und moderner Flugzeuge ausgegeben werden.

Nur durch das Ersetzen von Kerosin durch synthetische Kraftstoffe wird das Fliegen klimaneutral. Diese sind derzeit aber noch sehr teuer, da es noch keine Produktion in industriellem Maßstab gibt.

APA/red

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