Impfausweis soll Reisen erleichtern

Das grüne Impfzertifikat soll Erleichterung bringen.
© Pixabay

Ein EU-weit einheitlicher Impfausweis soll die Reisen in Europa erleichtern. Das schlägt die EU-Kommission im Rahmen eines Gesetzesentwurfs vor. Vom Tourismus abhängigen Mitgliedstaaten wie Österreich, Griechenland und Spanien forcieren das Thema in der EU. Das Vorhaben trifft aber auch auf Skepsis.

Laut EU-Kommission soll das „grüne Zertifikat“ Aufschluss darüber geben soll, ob ein Mensch das Coronavirus weiterverbreiten kann. Oder zumindest wie wahrscheinlich das ist. Neben dem Impfstatus sollen auch aktuelle Testergebnisse angegeben werden. Als Format wurde ein digitales Dokument angedacht. Ein Barcode muss gescannt werden können, um die Echtheit zu überprüfen. Das Zertifikat soll laut Kommission das Reisen erleichtern, aber keinesfalls eine „Voraussetzung für die Ausübung der Freizügigkeit sein“.

Als Impfstoffe sollen nur die zugelassenen Impfstoffe in der EU eingetragen werden können. Anderen Mitgliedstaaten soll es aber freistehen, ob sie Bescheinigungen über Impfungen mit anderen Mitteln anerkennen oder nicht.

Wann das Zertifikat kommen soll ist noch nicht klar. Selbst ein beschleunigtes Verfahren würde wohl Monate dauern. Die Kommission ist dennoch optimistisch, das Gesetz bis zum Sommer zu verabschieden, um die Tourismus-Saison zu retten. Eine Verzögerung könnte durch unterschiedliche Interessen der einzelnen Staaten erfolgen. Sowie durch Datenschutzbedenken des EU-Parlaments. Auch medizinische Fragen sind nicht ganz geklärt. Es ist nicht sicher, wie groß das Risiko ist, dass geimpfte oder genesene Menschen das Virus weiterverbreiten.

 

APA/red

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