Israel lockert Flugbeschränkungen

Erste Lockerungsmaßnahme seit Beginn des zweiten Lockdowns Mitte September.
© Pixabay

Die Einreise nach Israel ist seit dem Frühjahr stark eingeschränkt und für Ausländer nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen hat die israelische Regierung eine Lockerung der Flugbeschränkungen beschlossen. Von Freitag an sollten Restriktionen am internationalen Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv für Reisende aufgehoben werden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten heute mit.
Seit Verhängung eines zweiten Lockdowns am 18. September sind internationale Flugreisen nur in Ausnahmefällen erlaubt gewesen. Wenn Israelis in sogenannte „grüne Länder“ mit niedrigen Corona-Infektionszahlen reisen, müssen sie nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne. Es ist die erste Lockerungsmaßnahme seit Beginn des zweiten Lockdowns Mitte September. Andere Beschränkungen sollen mindestens bis Sonntag in Kraft bleiben.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown. Zuletzt zeichnete sich aber ein Rückgang der Infektionszahlen ab. Das Gesundheitsministerium wies Donnerstag früh 1.994 neue Fälle aus. Am 30. September waren es noch mehr als 9.000 gewesen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern nach offiziellen Angaben mindestens 299.253 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 2.099 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Corona-Infektion.

Tourismus ging um 96 Prozent zurück

Die Corona-Krise hat Israel auch wirtschaftlich schwer geschadet. Nach Angaben des Tourismusministeriums wurde im September nur 15.100 Touristen die Einreise erlaubt. Dies sei im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang von 96 Prozent. In den Monaten Jänner bis September seien 783.000 Touristen eingereist, ein Rückgang von 76 Prozent im Vergleich zu rund 3,3 Millionen Touristen im Vorjahreszeitraum. Dies bedeute für die Wirtschaft einen Verlust von umgerechnet drei Milliarden Euro.

APA/dpa/red

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