Italien: Airbnb zur Kasse gebeten

Nicht gezahlten Steuern auf 779 Mio. Euro geschätzt.
© Pexels

Airbnb muss 576 Mio. Euro an Italien zahlen. Damit soll der Steuerstreit mit dem italienischen Fiskus endgültig beendet sein. Die Vereinbarung decke die Jahre von 2017 bis 2021 ab.

Laut dem Mailänder Staatsanwaltschaft habe es die Kurzzeitvermietungsplattform versäumt, die 21-prozentige Quellensteuer auf Kurzzeitmietgebühren abzuführen. Was so viel heißt, wie dass Airbnb einen Teil der Einnahmen der italienischen Vermieter einfach nicht an die lokalen Steuerbehörden überwiesen hat. Dabei handelt es sich – ausgehend von den eigenommen Mieten in einer Höhe von 3,7 Mrd. Euro –  um einen geschätzten Wert von 779 Mio. Euro, die vergessen wurden.

Anfang November hatte die Staatsanwaltschaft bei einem Gericht die Beschlagnahmung dieser Summe beantragt und erwirkt. Das erhöhte den Druck auf Airbnb. Mit der Einigung mit den Steuerbehörden ist der Rechtsstreit für die Jahre 2017-2021 nun abgeschlossen, während Airbnb den Dialog mit den italienischen Behörden für die Jahre 2022 und 2023 fortsetzt.

Die aktuelle Regierung um Premierministerin Giorgia Meloni will die Steuer auf Kurzzeit-Vermietungen zudem von derzeit 21 auf 26 Prozent anheben.

APA/Red.

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner