Klage gegen Luftfracht-Kartell-Strafe gescheitert

Laut EU-Gericht werden Geldstrafen gegen Air France, KLM und andere aufrechterhalten
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Ein Dutzend Frachtfluggesellschaften hatte zwischen 1999 und 2006 Preise abgesprochen

Die AUA-Mutter Lufthansa und andere Airlines eines Luftfracht-Kartells sind endgĂŒltig mit ihren Klagen gegen eine Bußgeld-Entscheidung der EU-Kommission gescheitert. Geldstrafen gegen Air France, KLM und andere wĂŒrden aufrechterhalten und die Klagen zurĂŒckgewiesen, teilte das EU-Gericht am Mittwoch mit.

Der Lufthansa und zwei ihrer Tochtergesellschaften war die Strafe bei der ersten Entscheidung der EU-Kommission 2010 erlassen worden, weil sie als Kronzeugen das Kartell offenbart hatten. Dennoch hatte sich die Lufthansa vor Gericht zusammen mit den anderen Airlines gegen die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde gewehrt. Air France und KLM mĂŒssen zusammen mit gut 300 Mio. Euro die höchsten Bußgelder zahlen. UrsprĂŒnglich verhĂ€ngte die EU-Kommission 790 Mio. Euro Bußgelder gegen alle Beteiligten.

Ein Dutzend Frachtfluggesellschaften hatte zwischen 1999 und 2006 Preise abgesprochen. Beteiligt waren auch noch British Airways, SAS, Japan Airlines und Cathay Pacific Airways. Den ersten Bußgeldentscheid der EU von 2010 fochten die Unternehmen erfolgreich an. Das EU-Gericht hob ihn 2015 wegen “inhĂ€renter WidersprĂŒche” auf. Die Wettbewerbsbehörde verhĂ€ngte die Geldstrafe mit nachgebesserter BegrĂŒndung 2017 abermals, dagegen klagten alle Unternehmen erneut. Bei einigen Airlines reduzierte das Gericht jetzt die Bußgelder, zum Teil wegen Verstoßes der EU-Behörde gegen VerjĂ€hrungsfristen.

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