Konfliktmanagement im Urlaubsparadies

Mountainbiker gegen Forstbesitzer, Gast gegen Einheimischen: Dort wo alpiner Tourismus Erfolg hat, da besteht Konfliktpotential. Das ÖHT-Leuchtturmprojekt „Nachhaltigkeit und Resilienz im Tourismus“ will diese Konflikte lösen und gleichzeitig die Urlaubsbranche stärken. Was die Ziele und Methoden sind und welche Probleme man Touristikern damit ersparen will, das recherchieren wir.
© Pixabay

 

Im Rahmen einer österreichweiten Preisausschreibung will das Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Kooperation mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank den Innovationsgeist der heimischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft fördern, nachdem die Corona-Pandemie dieser nach wie vor massiv zusetzt. Aus den mehr als 30 Einreichungen wählte die Fachjury acht Projekte aus, die mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert werden. Drei davon stammen aus Kärnten, vier aus Tirol und eines aus Salzburg.

 

 

„Naturforum 4.0 – Lebensräume gestalten“ (K)

Das Kärntner Projekt der ARGE befasst sich mit der Lösung von Nutzungskonflikten bei unterschiedlichen Naturraumnutzungen, wie etwa beim Wandern, beim Radfahren oder im Wintersport. Auch die Probleme zwischen der Tourismus-Branche und der Land- und Forstwirtschaft sollen aufgegriffen werden. Mittels eines partizipativen Modells in den Naturräumen Nassfeld-Presseggersee, Lesachtal und Weissensee möchte man die Gesprächsbereitschaft stärken und beispielsweise eine digitale Nutzungslandkarte für Gäste und Einheimische ausarbeiten. Die Ergebnisse des Diskussions- und Mentoringprozesses sollen im „Naturforum 4.0“, einem speziell dafür entwickelten Veranstaltungsformat, mit der Fachöffentlichkeit geteilt und besprochen werden.

„Klimaerde – Nachhaltiger Tourismus“ (K)

In der Region rund um den Katschberg in Kärnten will sich das Projekt „Klimaerde“ der Grennovation Fest- und Messeveranstaltungs GmbH dafür einsetzen, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dafür sollen Biokohle, Grünschnitt und Pferdemist zur „Klimaerde“ umgewandelt werden. Mit deren Hilfe will man Schipisten zu Klimawiesen umformen und neue Hochbeete sowie Blumen- und Bienenwiesen pflanzen. Urlaubsgäste im Sommer bekommen ein erweitertes Angebot mit entsprechenden Führungen und Kursen offeriert. Damit will man das Bewusstsein für klimabewusstes Essen oder andere Produkte stärken sowie einen möglichst klimaneutralen Urlaub schaffen.

„KulturEvents Austria“ (K)

Die Strafinger Tourismusmanagement GmbH setzt sich mit ihrem Projekt „KulturEvents Austria“ zum Ziel, die Zusammenarbeit der Veranstaltungsbranche und der Hotellerie zu optimieren. Es sollen saisonale Events angeboten werden, die inklusive Hotelübernachtungen sowie optionalen VIP-Leistungen (Künstlermeetings, Backstage Führungen etc.) gebucht werden können.

 

Larissa Bilovits

Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen FaktuM-Ausgabe! FaktuM Jahres-Abonnement zum Vorzugspreis hier bestellen!

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email