Kritik an Entlohnung von Lauda-Piloten

Die Gewerkschaft vida kritisiert unter anderem die stundenweise Bezahlung.
@Lauda-Air

Ryanair hatte die österreichische Fluggesellschaft Laudamotion 2018 zur Gänze von Niki Lauda übernommen, das Geschäft ging im Herbst 2020 aber auf die in Malta neu gegründete Lauda Europe über.

In der Kritik stehen die neuen Piloten-Arbeitsverträge bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe (vormals Laudamotion). Piloten hätten sich „aufgrund ihrer nochmals verschärften prekären Arbeitsbedingungen“ an die Gewerkschaft gewandt. In den Verträgen sei kein Grundgehalt mehr vorgesehen, sondern nur noch eine Bezahlung von 40 Euro brutto für jede tatsächlich geleistete Flugstunde, hieß es in einer Gewerkschaftsaussendung am Dienstag.

„Vorher hätten die Piloten zumindest noch 40 Flugstunden als monatliches Grundgehalt ausbezahlt bekommen – wenn auch ohne vertraglichen Rechtsanspruch – und so zumindest auf ein Basiseinkommen von 1.600 Euro brutto im Monat hoffen können“, so die Gewerkschaft. Der Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt, Daniel Liebhart, forderte Maßnahmen der türkis-grünen Regierung gegen Sozialdumping in der Luftfahrtbranche. Durch die Beschäftigungspolitik von Lauda werde „ein Dumpingwettbewerb in der Branche erzeugt, wodurch mittelfristig jedes Unternehmen zu derartig fragwürdigen Praktiken greifen wird, um im harten Preiskampf bestehen zu können“.

 

APA/Red.

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