„Lokführer-Streiks werden härter und länger“

Gewerkschaft wartet auf Angebot der Unternehmensführung
© Pixabay

Die deutsche Lokführergewerkschaft GDL kündigt einen massiven Arbeitskampf an. „Die Streiks werden härter und länger als in der Vergangenheit“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Einen genauen Termin nannte er allerdings nicht. „Ich kann Streiks in den Sommerferien nicht ausschließen. Das kann nur die Bahn“, so Weselsky. Die Deutsche Bahn müsse ein Angebot auf den Tisch legen, das es vierdiene verhandelt zu werden. Laut dem Gewerkschafts-Chef lege es an der Bahn den Arbeitskampf zu verhindern. 

Tausende Lokomotivführer und Zugbegleiter würden in den Streik eintreten. Weselsky zufolge hätten sie die Nase voll. Die Geschäftsführung würde nur an sich denken und die Schuld auf die Mitarbeiter abwälzen. „Kommt kein Angebot, gehen wir in den Ausstand, so dass die Kunden der Bahn massive Einschränkungen spüren werden“, betonte Weselsky. 

Beide Seiten haben sich zuletzt gegenseitig für ein Scheitern der Tarifverhandlungen verantwortlich gemacht. Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent. Nach Lesart der Bahn summieren sich die gesamten Forderungen der Lokführer aber auf etwa das Dreifache davon.

APA/red

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