Luftfahrtbranche kritisiert Corona-Ampel

Airlines und Flughäfen wollen Tests statt Einreiseverboten.
© Unsplash / Patrick Tomasso

Der Beschluss der Europaminister zu einer Corona-Ampel für Reisen trifft bei der Luftfahrtbranche auf deutliche Kritik. Die Empfehlungen, die eine Mehrheit der Europaminister beschlossen habe (FaktuM berichtete), seien ein Fehlschlag, teilten der Weltluftfahrtverband IATA, das europäische Branchenbündnis Airlines for Europe und der Flughafenverband ACI Europe am Dienstag (13.10.) in Genf und Brüssel mit.

So stehe es den Mitgliedsstaaten weiterhin offen, Menschen die Einreise aus anderen Ländern der EU zu untersagen oder sie in Quarantäne zu schicken. Der Beschluss der Minister sehe nicht einmal vor, eine vorgesehene Quarantäne durch einen Test auf das Virus zu ersetzen. „Die mangelhafte Abstimmung zwischen den Mitgliedsstaaten hat die anfängliche Erholung in der Luftfahrt- und Tourismusbranche abgewürgt“, schrieben die Verbände. Sie fürchten, dass viele Unternehmen der Branche wegen des eingebrochenen Flugverkehrs pleitegehen.

Anstelle von Einreiseverboten und Quarantäneregeln plädiert die Branche für einheitliche Test- und Nachverfolgungsregeln für Flugreisende, an der die Luftfahrtbehörde EASA und die europäische Gesundheitsagentur ECDC arbeiten. Von solchen Regeln erhofft sich die Branche, dass die Kunden wieder mehr Vertrauen fassen und wieder vermehrt Flugreisen buchen.

APA/Red

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