Lufthansa-Flotte wird um 150 Maschinen kleiner

Bei Austrian Airlines sind keine zusätzlichen Sparmaßnahmen wegen Corona geplant.
© Lufthansa/Oliver Roesler

Boeing 747-400 der Lufthansa

Die AUA-Mutter Lufthansa verschärft wegen der nicht nachlassenden Coronakrise ihren Sparkurs. 150 statt wie bisher gedacht 100 Flugzeuge werden nicht mehr eingesetzt, erklärte das Unternehmen am Montag (21.9.). Grund sei die deutlich langsamere Erholung des Luftverkehrs von der Pandemiekrise. Bei der AUA kommen aber deshalb keine zusätzlichen Sparmaßnahmen zum schon bekannten Sparpaket.

Die Flotte von Lufthansa und anderen Airlines des Konzerns soll bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise um 150 Maschinen auf rund 650 Flugzeuge schrumpfen. Mit der Verkleinerung plant Vorstandschef Carsten Spohr einen zusätzlichen Stellenabbau, um die Kosten zu senken. Demnach sind mehr als die bisher angekündigten 22.000 Vollzeitstellen gefährdet – wie viele, ließ die Lufthansa offen.

An der Börse brachen die Aktien der Lufthansa, die mit neun Milliarden Euro Kredit ihrer vier Heimatländer und einer 20-prozentigen Beteiligung des deutschen Staates vor der Pleite gerettet werden musste, um acht Prozent ein.

Airbus A380 bleibt am Boden

Aus dem Betrieb genommen werden spritfressende Langstreckenflugzeuge mit vier Triebwerken. Alle 14 Exemplare des Großraumjets Airbus A380 bleiben am Boden. Dabei werden acht von ihnen ebenso wie zehn A340-600 in einen „Langzeitparkmodus“ gestellt. „Diese Flugzeuge würden nur im Falle einer unerwartet schnellen Markterholung wieder reaktiviert werden können“, erklärte die Airline.

Wie viele Arbeitsplätze zusätzlich bedroht sind, ist unklar. Vorstandschef Spohr hatte vergangene Woche in einer Mitarbeiterversammlung von einem Personalüberhang von einem Fünftel der Belegschaft gesprochen, bezogen auf das Vorkrisenniveau. Es dürften einige Tausend mehr als die bisher genannten rund 26.000, häufig in Teilzeit beschäftigten Personen betroffen sein. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank im zweiten Quartal allerdings schon von 137.000 auf gut 129.000, vor allem durch Personalabbau beim Catering im Ausland.

APA/red

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