Lufthansa: keine Erholung des Luftverkehrs

Auch ab Sommer nur 40 bis 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus.
© Lufthansa, Oliver Roesler

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet weiterhin keine schnelle Erholung des Luftverkehrs in der Coronakrise. Bislang sei keine Entspannung zu spĂŒren, stattdessen gebe es zusĂ€tzliche ReisebeschrĂ€nkungen, sagte der CEO des AUA-Mutterkonzerns am Montag in einem Online-GesprĂ€ch der London School of Economics. In den kommenden Wochen werde es daher sehr schwache Passagierzahlen geben und auch ab dem Sommer rechne er mit nur 40 bis 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus.

Allein diese Spanne bedeute fĂŒr sein Unternehmen eine große operative Herausforderung bei der Einsatzplanung fĂŒr Personal und Jets. Der Airline-Chef sprach sich erneut fĂŒr den stĂ€rkeren Einsatz von Corona-Tests vor Flugantritt aus. Es fehle aber weiterhin an behördlichen Vorschriften, wĂ€hrend sich Lufthansa auf den Testeinsatz vorbereitet habe. Weltweit werde sich die Auffassung durchsetzen, dass Flugpassagiere entweder geimpft oder getestet sein mĂŒssten.

Der staatlich gestĂŒtzte Lufthansa-Konzern wird nach Spohrs Worten die Krise nutzen, um sich nachhaltiger aufzustellen und seine Stellung in den Top-5-Airlines der Welt zu halten. Die Flotte werde von rund 800 auf 650 Flugzeuge schrumpfen. In den entwickelten MĂ€rkten wie Europa und den USA werde es wahrscheinlich fĂŒnf Jahre dauern, bis das Passagierniveau des Rekordjahres 2019 mit sehr viel mehr touristischen Kunden wieder erreicht werden könne. Möglicherweise werde man im Bereich der GeschĂ€ftsreisen nie wieder das alte Niveau erreichen und in der Folge die Business-Klasse verkleinern.

 

APA/Red.

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