Lufthansa verteidigt Kündigung der Condor-Kooperation

AUA-Mutter will stärker ins Touristikgeschäft einsteigen.
© Lufthansa, Oliver Roesler

Der deutsche Lufthansa-Konzern wirbt um Verständnis für seinen harten Kurs gegen den Konkurrenten Condor. Die Wettbewerbsbeschwerde des Ferienfliegers beim deutschen Bundeskartellamt habe „keine Berechtigung“, erklärte Vorstandsmitglied Michael Niggemann in dem am Mittwoch erschienenen „Lufthansa-Politikbrief“. Man könne der Lufthansa nicht den Vorwurf machen, dass sie in Konkurrenz zu Condor-Strecken trete, da es im Wettbewerb keine Streckenmonopole gebe.

Condor habe keinen Anspruch auf „Sonderkonditionen“ bei Zubringerflügen und könne diese nun zu gleichen Bedingungen bei Lufthansa buchen wie viele andere Wettbewerber auch.

Condor hat zudem beim Gericht der Europäischen Union Klage eingereicht, um die Auflagen zur staatlichen Lufthansa-Beihilfe von neun Milliarden Euro überprüfen zu lassen.

Niggemann wies darauf hin, dass Condor selbst vom Staat gerettet worden ist und sich über einen Langfrist-Kredit der KfW-Bank finanziert. Er erklärte: „Die Frage der staatlichen Unterstützung darf auf kommerzielle Entscheidungen der Unternehmen keinen Einfluss haben. Das gilt für uns und für Condor gleichermaßen. Auch Condor sollte sich schlicht dem Wettbewerb stellen und damit den Beweis für die eigene Zukunftsfähigkeit antreten.“

 

APA/Red.

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