Mängel bei Innsbrucker Patscherkofelbahn

Ein Prüfbericht zeigt Mängel, fehlende Dokumentation und unzulässige Direktvergabe auf.
© Pixabay

Die Sondersitzung des Innsbrucker Gemeinderats zum Neubau der Patscherkofelbahn und zu den entstandenen Mehrkosten hat sich am Donnerstag zu einem Diskussionsmarathon entwickelt. Der am Vormittag kurz zusammengefasst vorgetragene externe Prüfbericht der Advokatur Schöpf zeigte indes mehrere Mängel bei Planung und Bau der Patscherkofelbahn auf.

So habe es beispielsweise bei den Planungs- und Ingenieursleistungen eine unzulässige Direktvergabe gegeben, sagte Herbert Schöpf, Verfasser des Berichts. Zudem hätte der Architektenwettbewerb nicht als geladener Wettbewerb durchgeführt werden dürfen und die Dokumentation während des Baus sei mangelhaft bzw. großteils nicht vorhanden gewesen. „Hätte man richtig dokumentiert, hätte man rechtzeitig Kostensteuerungsmaßnahmen ergreifen können“, so Schöpf.

Am Vormittag der Sondergemeinderatssitzung stand eine offene Fragerunde am Programm. Vor allem die damalige Bürgermeisterin und jetzige Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) wurde mehrfach zu Wort gebeten. Sie verteidigte immer wieder die Variante, die letztendlich für den Bau der neuen Patscherkofelbahn gewählt wurde.

 

APA/red

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