Mehr „grüne“ Reiseländer notwendig!

Britische Tourismusbranche fürchtet Verdienstentgang
© Pixabay

Für Reisende aus „Nicht-Grünen-Ländern“ ist der Trip nach Großbritannien mit einigen Schwierigkeiten verbunden

Die britische Tourismusindustrie dringt auf weitere Corona-Lockerungen bei Einreisen nach Großbritannien. Laut Berechnungen der Wirtschaftsberatung CEBR gäben ausländische Geschäftsreisende und Touristen rund 16 Mrd. Pfund im Land aus. Diese Einnahmen würden tausende Unternehmen stützen. Allein 3,74 Mrd. Pfund stammten von US-Amerikanern. Bisher erlaubt die britische Regierung aber nur wieder aus wenigen, sogenannten grünen Ländern eine quarantänefreie Einreise. Österreich und die USA gehören bisher nicht dazu. Sie stehen auf einer „orangenen Liste“. Wer aus diesen Ländern ankommt, muss für zehn Tage in Selbstisolation. Auch zwei Corona-Tests, die auf eigene Kosten bezahlt werden müssen sind Pflicht. Die britische Regierung will ihre Liste am 7. Juni überarbeiten.

Touristen könnten abwandern

Die Branche fürchtet, dass Touristen aus den USA nun andere europäische Länder wie Frankreich und Italien bevorzugen könnten. Laut Heathrow-Chef John Holland-Kaye zeige eine Studie wie viele Unternehmen in Großbritannien aufgrund der Beschränkungen der Regierung den Zugang zu Besuchern und Märkten in Übersee verlieren. Holland-Kaye zufolge verfüge die Regierung über die Mittel, um sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Wirtschaft zu schützen. Das Kabinett müsse zwingend am 7. Juni mehr Ziele in Europa als auch die USA von Restriktionen ausnehmen.

Vom 1. Juni an stellt der Flughafen Heathrow eines seiner Terminals allein für Ankünfte aus „roten Ländern“ bereit. Das sind Staaten, die von Großbritannien als erhebliche Risikogebiete eingestuft sind, etwa Indien oder die Türkei. Reisende aus diesen Ländern müssen nach Ankunft auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne. Beobachter kritisieren, dass Ankommende aus „grünen“, „orangen“ und „roten Ländern“ sich bei der Passkontrolle gemischt durcheinander anstellen.

APA/red

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