Neue Gerüchte, alter Favorit

ORF-Generaldirektorenwahl
© ORF/Thomas Ramstorfer

Er rückt näher, der Herbsttermin, in dem es gilt, den neuen GI des ORF zu küren. An der Front: nicht viel Neues. Wenn man einmal davon absieht, dass Profil den Chef der Drogeriekette Müller, Günther Helm (ex Hofer), ins Gespräch gebracht hat. Oder – wenn Roland Weißmann im Gespräch ist. Oder Lisa Totzauer, die ORF 1-Chefin. Da sich der Müller-Proponent Helm selber aus dem Spiel genommen hat, Lisa Totzauer sich mit ihrer Kanal-Performance nicht gerade mit Lorbeeren bedeckt hat und sich angeblich abschottet/einigelt, und Weißmann als ehemaliger Grasl-Assistent und ÖVP-Protegé eher nicht so viele Chancen haben dürften, verbleiben noch die üblichen „sonstigen“ Verdächtigen: Rainer Nowak, lange als ORF-Generaldirektor gehandelt, scheint weitgehend aus dem Spiel. Bei einer Wette würde er keine besonders hohe Quote erzielen. Detto ProSiebenSat.1Puls4-Chef Markus Breitenecker, dessen Ansprüche auf den Job beim Konkurrenzsender wohl niemals so richtig ernst genommen wurden. Auch Martina Salomon wird’s dem Vernehmen nach genauso wenig werden wie Richard Grasl, dessen Wunden wohl noch zu frisch sind… Bleibt einer über: erraten, Dr. Alexander Wrabetz. Für ihn spricht ganz besonders die Äquidistanz zu den Parteien. Trotz des Faktums, dass er eigentlich und im Herzen Sozialdemokrat ist. Den Spruch, der über ihn kolportiert wird, will er nicht als Zitat bestätigen. Dass der freilich authentisch ist, weiß ExtraDienst aus bester Quelle. Er lautet: „Alle mögen mich gleichermaßen wenig von der Politik.“ Beim übrigen Regierungs-Packeln, das noch nie so schonungslos aufgezeigt wurde wie dieser Tage, eigentlich ein guter Spruch. Oder, wie es aus dem GI-Büro tönt: Wenn alle politischen Lager sich mit der ORF-Info unzufrieden zeigen, dann läge man insgesamt wohl nicht so schlecht… Bliebe nur mehr, zu versuchen, ihm ein Haxl wegen seines Gehalts zu stellen, das bei kolportierten jährlichen 400.000 Euro liegt. Naja, wer allerdings weiß, dass davon 200.000 oder international erbärmliche 16.600 im Monat übrigbleiben. Und das für die wichtigste Medien-Orgel des Landes. Und wer denken kann, vergleichen kann und dies in eine Relation zu Vorstandsgehältern in anderen Medien-Unternehmen setzt, der stimmt wohl nicht ein in das Lamento all derer, denen dieses Einkommen ein Dorn im Auge ist. Weil es laut Gutmenschen-Jargon „obszön“ hoch ist. Denn im Vergleich zu internationalen Medienmanagern ist dieses Salär eigentlich ein Lärcherl…

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