Neue Streiks bei Ryanair

London und Portugal fordern bessere Arbeitsbedingungen.
© Pixabay

In Österreich konnte sich Lauda-Motion Piloten mit Ryanair einigen. Nicht so in anderen Ländern. Die portugiesische Gewerkschaft des Kabinenpersonals hat zu einem fünftägigen Arbeitskampf bei dem irischen Billigflieger mit Beginn am 21.08. aufgerufen, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa meldete.

Am 22. und 23.08. wollen zudem die irischen und britischen Piloten die Arbeit niederlegen, um ihrer Forderung nach höheren Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen. In beiden Ländern versuchte die Airline in letzter Minute, die Pilotenstreiks vor Gericht zu stoppen – teilweise mit Erfolg: Ein Gericht in Dublin hat den Streik der in Irland stationierten Ryanair-Piloten per einstweiliger Verfügung untersagt. Die britische Justiz jedoch erlaubte den für Großbritannien geplanten Streik und lehnte damit die Forderung der Airline ab.

Trotz der Streikerlaubnis erwarte Ryanair für die beiden Tage keine erheblichen Störungen in Großbritannien, teilte die Airline mit. Verspätungen oder Flugwechsel seien aber nicht auszuschließen.Auch für Portugal erwartet Ryanair keine beträchtlichen Störungen, da die Fluggesellschaft einen von der Regierung vorgeschriebenen Mindestflugdienst eingerichtet habe, wie Lusa weiter meldete. Die dortige Gewerkschaft Sindicato Nacional do Pessoal de Voo da Aviação Civil (SNPVAC) kritisierte allerdings den vorgeschriebenen Mindestservice als einen weiteren Versuch der Regierung, das Recht auf Streiks zu untergraben.

Ryanair begrüßte das Urteil der irischen Justiz und erklärte, ohnehin habe nur eine „Minderheit der irischen Piloten“ streiken wollen. Die Entscheidung der Justiz sei eine Erleichterung für die Kunden. Zugleich rief das Unternehmen die Piloten dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Sie würden „sehr gut bezahlt“, erklärte das Unternehmen. Die Forderungen der Piloten beziehen sich unter anderem auf eine bessere Bezahlung, Pensionsansprüche und Leistungen im Mutterschutz.

 

Dpa/Apa/red

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