Neustart des Flughafen Graz nach Pandemie

Vorsichtig optimistisch blicken die neuen Geschäftsführer Jürgen Löschnig und Wolfgang Grimus auf den Sommer 2021.
© Flughafen Graz/wolfganghummer.com

Am Mittwoch präsentierte der Flughafen Graz die Zahlen für 2020. 81 Prozent weniger Passagiere, 65 Prozent Umsatzeinbruch. Einzig die Auswirkungen im Frachtbereich fielen mit 14,5 Prozent relativ milde aus.

Für den „Recovery-Prozess“ sind nun die beiden neuen Geschäftsführer Jürgen Löschnig und Wolfgang Grimus zuständig, die Langzeit-Chef Gerhard Widmann nachfolgen, der in den Ruhestand ging.

„Die Öffnungszeiten des Flughafens wurden auf die jeweils aktuelle Situation angepasst, um auch hier Personalkosten zu sparen. Investitionen und sonstige Ausgaben wurden auf das absolut Notwendige reduziert, wodurch die Arbeitsplätze gesichert werden konnten und die Auswirkungen auf den Flughafen insgesamt relativ gut abgefedert wurden“, sagte der neue Geschäftsführer Jürgen Löschnig.

Derzeit können vom Flughafen Graz zwei Drehkreuze angeflogen werden: Wien und Amsterdam. In die Niederlande wird mit KLM geflogen und da befinde man sich derzeit in einem Pilotprojekt, denn die Vorgaben aus Holland verlangen nicht nur einen negativen PCR-Test, sondern auch einen negativen Antigen-Test, der maximal vier Stunden alt sein darf. Daher werden momentan alle, die nach Amsterdam fliegen, am Flughafen einem Antigen-Test unterzogen. Laut Grimus dürfte das wohl vor jedem Abflug Standard werden.

Grimus blickte vorsichtig optimistisch auf den Sommer 2021. Er hoffe, dass Ende Mai oder Anfang Juni die Nachfrage nach Urlaubsflügen groß genug sei. Entscheidend sei aber der Verlauf der Pandemie sowie die Test- und Impfstrategien. Rund 15 Charterketten zu Badezielen sind ab Graz geplant. Unter den Flugzielen finden sich mit den griechischen Inseln Naxos, Karpathos oder Zakynthos auch drei neue Destinationen. Beliebte Ferienziele wie Brac, Mallorca, Rhodos oder Antalya stehen auch wieder zur Auswahl. Auch an der Wiederaufnahme der für die steirische Wirtschaft wichtigen Linien nach Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf und Zürich werde gearbeitet.

 

APA/Red.

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