Oberösterreich baut Besucherlenkung weiter aus
Neue Busverbindungen, digitale Wegelenkung und Besucherdaten sollen die Besucherströme in Oberösterreich besser steuern.
Die Initiative „In unserer Natur!“ zieht nach drei Jahren Bilanz. 16 Partner aus Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Alpinvereinen sowie Natur- und Landschaftsschutz arbeiten seit 2023 unter der Koordination von Oberösterreich Tourismus an Lösungen für stark frequentierte Naturräume. Auch drei Ressorts des Landes Oberösterreich sind beteiligt. Eine Neuerung gibt es am Gleinkersee in Roßleithen: Ab Frühjahr 2027 soll eine öffentliche Buslinie den See an den öffentlichen Verkehr anbinden. Das Projekt ist Teil eines Konzepts für die Region Nationalpark Kalkalpen, das auch den Schiederweiher in Hinterstoder umfasst. Dort werden unter anderem Parkraummanagement, Mobilität und Besucherangebote neu betrachtet.
Mobilfunkdaten zeigen Besucheraufkommen
Wie stark einzelne Ausflugsziele frequentiert werden, wurde an 45 Natur-Hotspots im Salzkammergut und im 360°Alpenland untersucht. Dafür wurden nach Angaben der Initiative rund 82 Millionen anonymisierte Mobilfunkdaten ausgewertet. Die Ergebnisse sollen für die weitere Planung der Besucherlenkung genutzt werden. Am Schiederweiher ist bis 2028 ein Pilotprojekt geplant. Vorgesehen sind unter anderem Naturvermittlungsangebote und Verbesserungen für Besucher.
Wanderwege und digitales Wegemanagement
Im Quellenviertel wurden mit dem HausruckRing und dem SteigerPfad zwei neue Wanderwege eingerichtet. Beide Angebote setzen auf die Verbindung von Wandern, Bahn und digitalen Informationen. Im Mühlviertel arbeitet die Initiative an einem digitalen Wegemanagement. Freizeitwege sollen damit besser erfasst und koordiniert werden. Das System könnte später auch in anderen Regionen Oberösterreichs eingesetzt werden. Die beteiligten Partner wollen die Zusammenarbeit nach dem Ende des laufenden Förderprojekts fortsetzen. Finanziert wird die Initiative im Rahmen des GAP-Strategieplans Österreich 2023–2027 vom Land Oberösterreich und der Europäischen Union.
(PA/red)