ÖBB will Mobilitätsangebot ausbauen

Nach dem coronabedingten Einbruch fahren nur die Hälfte der üblichen Fahrgäste mit dem Zug.
© ÖBB/Andreas Jakwerth

ÖBB-Chef Andreas Matthä

Nach dem coronabedingten Einbruch der Fahrgastzahlen – derzeit fahren nur rund die Hälfte der üblichen Passagiere Zug – sieht ÖBB-Chef Andreas Matthä heuer einen Umsatzverlust von 800 Mio. Euro auf die Staatsbahn zukommen. Kunden will er mit günstigen Preisen und besseren Mobilitätsangeboten für die letzte Meile zurückgewinnen, geht aus einem Interview mit der Zeitung „Kurier“ (vom 8.9.) hervor.

„Wir werden interessante Schnäppchen anbieten, um die Zugauslastung zu erhöhen“, so Matthä. Ansonsten sei „genau jetzt die Zeit, sich neue Dinge zu überlegen“. Künftig sollen demnach mehr „Lösungen vom Bahnhof bis zum endgültigen Ziel des Kunden“ angeboten werden. Es geht laut dem Manager um Scooter, Fahrräder, Sharing-Autos – alles soll man via App buchen können, um vom Zielbahnhof ans endgültige Ziel zu gelangen.

Der Umsatzeinbruch erklärt sich auch aus einem massiv gesunkenen Güterverkehrsaufkommen wegen der Coronakrise. Der trifft die Cargotochter der Staatsbahn RCA.

2019 erzielten die ÖBB einen Umsatz von 4,405 Mrd. Euro (+1 Prozent zu 2018) und ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Höhe von 755 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag stabil bei 168,5 Mio. Euro.

APA/red

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