ÖHV ruft um Hilfe

Knapp jede zweite Buchung geht flöten.
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Viel Schnee wird erwartet, die Pisten könnten jedoch leer bleiben

„Die Verunsicherung ist aktuell riesig. Das ist ein Giftcocktail für die Branche und das schlägt sich 1:1 in Storni nieder. Knapp jede zweite Buchung wird gerade wieder aus den Büchern gestrichen“, berichtet ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Er beruft sich dabei auf Ergebnisse einer ÖHV-Umfrage unter 450 Betrieben. Demnach sind 46 Prozent der Buchungen in der Zeit um Weihnachten bis Anfang Jänner bereits weggefallen. Die Auslastung der Häuser liegt bei 50 Prozent, in Wien mit 31 Prozent auch noch darunter. „Normalerweise sind Hotels um die Zeit ausgebucht. Ein-Saison-Betriebe müssen im Winter ihren finanziellen Rücklagen für das ganze Jahr erarbeiten. Mitarbeiter:innen müssen bezahlt, laufende Kosten bedient werden. Von möglichen Investitionen jetzt ganz zu schweigen“, verbildlicht Gratzer die derzeitige triste Situation. Und auch ein Blick auf Jänner und Februar lässt keine Hoffnung aufkommen: „Mit 33 Prozent für den gesamten Jänner und 46 Prozent im Februar ist man weit weg von Wirtschaftlichkeit“.

Für den ÖHV-Generalsekretär ist daher klar: Es braucht weiter unbürokratische Hilfen. Und auch ein Mindestmaß an Planbarkeit. „Ein Chaos wie bei der Einreiseverordnung darf nicht noch einmal passieren. Die Bundesregierung muss jetzt die nötigen Hilfsinstrumente anpassen, damit die Betriebe schnell darauf Zugriff haben. Um einen Umsatzersatz, ähnlich wie im November 2020, wird der Finanzminister nicht herumkommen. Es geht um das Überleben vieler Betriebe und tausender Arbeitsplätze im Tourismus und direkt davon abhängigen Branchen“, so Gratzer.

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