Österreich als Reiseziel bei Italinern gefragt

Reges Interesse an Sommeraufenthalten
© Pixabay

Österreichs Radwege erfreuen sich großer Beliebtheit

Mit dem Grünem Pass und der Lockerung der Covid-Schutzmaßnahmen wächst bei den Italienern die Lust nach Auslandsreisen. Österreich ist dabei ein gefragtes Ziel. Das Büro der Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW) ist mit Anfragen von Personen überhäuft, die sich nach Urlaub sehnen und einen Aufenthalt in der Alpenrepublik planen.

Im ersten Coronajahr 2020 ist die Zahl italienischer Touristen in Österreich gegenüber 2019 um 60 Prozent eingebrochen. Heimische Touristiker hoffen heuer auf den Neustart. Zwar verbringen die meisten Italiener ihren Urlaub in der Heimat, doch da Österreich als sicheres Reiseziel gilt, betrachten italienische Touristen Österreich als einfach zu erreichende Urlaubsdestination. „Die Währung dieses Sommers ist für den Tourismus das Vertrauen der Besucher. Für die Italiener gilt Österreich als zuverlässige Destination, als Nachbarland mit überschaubarem Risiko. Viele haben bereits gepackte Koffer, denn die Reiselust ist groß“, meinte Oskar Hinteregger, Leiter der Österreich Werbung in Italien.

Natur-Urlaub ist gefragt

Die Italiener sehnen sich nach Natur. An erster Stelle erkundigen sie sich nach den Radfahrmöglichkeiten im Urlaub. Highlight seien die Radwege entlang der Donau und in der Alpe-Adria-Region. Gefragt ist den Angaben zufolge auch Weitwandern. Dabei locken vor allem der Alpe-Adria-Trail und der Adler-Weg in Tirol. Hinteregger zufolge würden Familien Ferien am Bauernhof lieben. In Zeiten der Pandemie sei das Bedürfnis nach Natur noch stärker geworden.

Auch Kultur- und Sommerevents seien bei den Italienern sehr beliebt. Hier punktet Österreich mit den Festivals in Salzburg und Bregenz. „Kulturaffine Gäste haben einen besonders großen Nachholbedarf. Kultur und Reisen sind die beiden von der Pandemie am stärksten betroffenen Sektoren“, sagte der Leiter der Österreich Werbung in Italien.

Werbekampagnen erfolgreich

Um die Italiener nach Österreich zu locken, winkt die Tourismusmarketing-Organisation mit einem Paket bestehend aus 30 Neuigkeiten betreffend Hotels, Rad- und Wanderwege sowie kulinarische Erfahrungen. Zugleich laufen in den italienischen Medien schon seit Wochen Werbekampagnen für den österreichischen Tourismus. Sie zeigen bereits gute Resultate. „Wir erhalten ständig Informationsanfragen, was uns optimistisch stimmt. Die Italiener sind notorische Spätbucher, daher rufe ich sie auf, so rasch wie möglich ihren Urlaub zu reservieren. Vor allem im August sind viele Hotels schon ausgebucht“, betonte Hinteregger.

Die Zeit der Pandemie habe der österreichische Tourismus genutzt, um die Situation zu überdenken und neue Strategien zu entwickeln. „Jetzt ist endlich die Zeit des Restarts da. Nach anderthalb Jahren muss der Tourismus wieder in Bewegung kommen. Nachdem die ganze Wintersaison ausgefallen ist, denken wir nicht nur an den Sommer, sondern auch schon an die Wintermonate. Wir sind sicher, dass der Wintertourismus in Österreich boomen wird“, zeigte sich Hinteregger optimistisch.

APA/red

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