Pandemie kostete Tourismus über 100 Mio. Nächtigungen

Man hat ein Minus von 92,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.
© Pixabay

Österreichs Wintertourismus-Saison war ein Totalausfall.

Durch die Corona-Pandemie wurde das Urlauben massiv eingeschränkt. Aufgrund der Reisewarnungen und Lockdowns kosteten den Tourismus in dem Zeitraum zwischen März 2020 und März 2021 bereits 105 Mio. Nächtigungen. Das bedeutet ein Minus von 62 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 könne man als einen Totalausfall betrachten. Heimische Betriebe verbuchten zwischen November und März lediglich 4,56 Mio. Übernachtungen. In der Vorjahressaison waren es um 55,02 Mio. mehr.

Unter einer Million Ankünfte

In heimischen Betrieben gilt seit Anfang November ein Betretungsverbot. Die Sperre soll noch bis 19. Mai anhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt sind weiterhin nur Dienstreisen und Kuraufenthalte erlaubt. Laut vorläufigen Daten der Statistik Austria kamen zwischen November und März nur etwa 942.100 Gäste in heimischen Betrieben an. Das ergibt einen Rückgang von 94 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch im März 2021 wurden die Zahlen nicht besser. Es wurden 1,11 Mio. Nächtigungen verbucht. Gegenüber März 2020 bedeutet dies ein Minus von 81,9 Prozent. In dem Vorjahresmonat, der auch schon zur Hälfte vom ersten Lockdown betroffen war, hatten sich die Übernachtungen im Jahresabstand von 14,98 (März 2019) auf 6,2 Millionen mehr als halbiert.

Niederösterreich mit den „besten“ Ergebnissen

Die größten Einbußen hatten im Winterhalbjahr zwischen November und März Tirol (minus 97 Prozent auf 0,6 Mio. Übernachtungen), Vorarlberg (ebenfalls minus 97 Prozent, 0,1 Mio.), Salzburg (minus 96 Prozent, 0,5 Mio.) und Wien (minus 93 Prozent, 0,4 Mio.) zu verzeichnen. Aber auch die anderen Bundesländer waren heftig von der Pandemie betroffen. Kärnten verbuchte gegenüber der Vorjahressaison ein Minus von 86 Prozent auf 0,5 Mio.  Nächtigungen und die Steiermark minus 85 Prozent auf 0,7 Mio. Einen Rückgang von 74 Prozent auf 0,2 Mio. Buchungen hatte das Burgenland zu verzeichnen. Oberösterreich kam mit minus 71 Prozent auf 0,7 Mio. Buchungen. Am wenigsten schlimm von der Krise betroffen war Niederösterreich. Dort konnte man 0,9 Mio. Nächtigungen verbuchen und der Rückgang betrug lediglich 57 Prozent. Unterm Strich kamen im heurigen Winterhalbjahr bisher um 97,6 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland und um 84,8 Prozent weniger aus den Inland. Die Nächtigungsbuchungen aus dem Ausland schrumpften um 97,2 Prozent und die aus dem Inland auf um 74, Prozent.

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