Plädoyer für einen europaweiten Impfpass

Österreich braucht ausländische Touristen.
© WienTourismus/ Peter Rigaud

Norbert Kettner, Tourismusdirektor der Stadt Wien

Norbert Kettner, Tourismusdirektor der Stadt Wien, hält eine Lösung für ganz Europa sinnvoll. Er kritisiert, dass in den USA und in China die Hotelauslastungen schon auf das Niveau von vor der Pandemie zusteuern. In Europa merkt man davon nichts. Der Inlandstourismus hat nicht ausreichend Potential, egal ob im Sommer oder im Winter. „Für Wien, das 2019 noch 17,6 Millionen Nächtigungen zählte, von denen über 80% aus dem Ausland kamen, geht sich eine Reaktivierung durch Inlandsaufkommen schon allein rechnerisch nicht aus“, meint Kettner.

Für ihn ist der Idealfall ein staatenübergreifendes Reiseprotokoll mit einem einheitlichen Impfpass. Dabei wäre es sinnvoll Großbritannien und Israel miteinzubeziehen. Die Idee des „Grünen Impfpass“ begrüßt er.

Bis zum Ausbruch der Pandemie wuchsen die Nächtigungen in Österreich um 22%, in Wien sogar um 62%. Das sind Kräfte mit den die Wirtschaft angekurbelt werden kann. Die Öffnung der Stadthotellerie kann aber nur im Einklang mit der Öffnung der europäischen Grenzen stattfinden. Davon ist Kettner überzeugt. „Sonst ist zu wenig Publikum da, um ertragreich wirtschaften zu können.“

 

PA/red

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