Veranstalter setzen drastische Maßnahmen

TUI und die FTI Group beenden wegen Corona das Reiseprogramm vorläufig.
© Pixabay

Flugzeug des Reisekonzerns TUI

Die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie treffen Reisende und die Tourismusbranche mit voller Wucht: Der weltgrößte Touristikonzern TUI sagt bis auf Weiteres Pauschalreisen, Kreuzfahrten und den Hotelbetrieb ab. TUI Deutschland beendet zudem das Reiseprogramm bis einschließlich 27. März.  „Im Moment befinden wir uns alle in einer nie da gewesenen Ausnahmesituation. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, alle Urlauber wieder zuverlässig nach Hause zu bringen“, sagte Marek Andryszak, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung. Viele Rückflüge würden regulär durchgeführt.

Kunden, die bereits Reisen etwa für die Sommermonate gebucht haben, müssen sich vorerst gedulden – eine kostenfreie Stornierung sei derzeit nicht möglich, sagte ein TUI-Sprecher. Man gehe aber davon aus, den Betrieb in einigen Wochen wieder starten zu können. Der Konzern aus Hannover will außerdem einen Sparkurs wegen der wirtschaftlichen Schäden durch die Ausbreitung des Covid-19-Erregers einschlagen und beim deutschen Bund Staatshilfen als Überbrückung beantragen. An der Börse brach die TUI-Aktie um zeitweise mehr als ein Drittel ein.

Die FTI Group, die auch in Österreich sehr aktiv ist, sagt alle Reisen bis Ende März ab und beantragte Staatsgarantien. Ab sofort werden Buchungen jeder Reiseart bis einschließlich 31. März storniert, teilte das Unternehmen am Montag (16.3.) in München mit. „Das Wohl unserer Gäste wie auch unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Maxime, daher setzen wir unsere Operationen vorerst aus“, heißt es weiter. Studiosus streicht alle Termine bis Ende März. Bei Wikinger Reisen gilt der Stopp bis Ende April 2020. Bei DER Touristik gibt es keine entsprechende Entscheidung, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Alltours wollte sich derzeit auf Nachfrage nicht äußern.

APA/red

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