Revolution der Sinne

Neue Impulse für die Reiseindustrie: Alexa, Chatbots oder Datenbrillen sollen Gästen den ultimativen Komfort liefern. Der anhaltende digitale Hype findet aber nicht nur Beifall.
© feratel media technologies

„Sprachgesteuerte digitale Assistenten bieten touristischen Unternehmen neue Möglichkeiten in der Gästebetreuung und sind ein Trend der Zukunft.“ Markus Schröcksnadel, CEO von feratel media technologies, möchte den nächsten allseits gepriesenen elektronischen Schnellzug offenbar nicht verpassen. Möglich macht das eine Beteiligung an der Firma Onlim. Mit der „Onlim Deskline Edition“ ist auch bereits das erste gemeinsame Produkt am Markt präsent.

Dieses dürfte Anhängern von Bits und Bytes mit weiblichen Namen bestens gefallen. So wie möglicherweise auch die Funktion hinter der Technologie: Durch diese Anwendung sind etwa touristische Informationen von Destinationen auf Amazon Alexa und Google Assistant in natürlicher Sprache verfügbar. Es handelt sich um eine Software-Plattform, die Erstellung, Verwaltung und Verteilung von Inhalten an Intelligent Personal Assistants und Chatbots ermöglicht.

Damit kommen jene digitalen Mitarbeiter zum Einsatz, die statt Menschen mit den Kunden kommunizieren sollen. Ihre Aufgaben sind jedenfalls klar definiert: Tatkräftige Online-Unterstützung von Konsumenten, sollten diese Fragen und Anliegen haben, die in Sachen Komplexität nicht gleich in Richtung Raketenwissenschaft tendieren.

Effizientere Kontakte

Offenbar besteht für solche Angebote durchaus Interesse. First Mover wie die Olympiaregion Seefeld, Mayrhofen Hippach oder die Region Wilder Kaiser offerieren ihren Gästen bereits solche automatisierte und personalisierte Kommunikation – zu jedem gewünschten Zeitpunkt. „Neben einer Steigerung der Effizienz im Kundenkontakt spart das Programm Zeit und Kosten. Neue digitale Verkaufskanäle werden gleichermaßen eröffnet“, erläutert Schröcksnadel.

An der erforderlichen Popularität solcher Instrumente hegen die Macher ohnehin keinerlei Zweifel. Vielmehr wird ein nachhaltiger Höhenflug erwartet, nicht zuletzt durch generell steigende Aufmerksamkeit für Alexa und Co. „Die Entwicklungen in diesem Bereich sind für den Tourismus im Inland und Ausland ebenfalls bereits sehr wichtig. Immer mehr Menschen bedienen sich sprachgesteuerter Assistenten und organisieren auf diese Weise die Freizeit oder ihren Urlaub“, so Alexander Wahler, CEO von Onlim.

Was zumindest in der Theorie für zählbare wirtschaftliche Resultate spricht. Speziell bei Youngstern auf Reisen dürften die Chancen gut stehen. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos sind technische Hilfsmittel wie Sprachassistenten bei den jungen Generationen sehr beliebt. Dazu gehören Siri von Apple oder Google Now. Alexa oder Google Home für den Hausgebrauch stoßen ebenso auf das Interesse der Zielgruppe. Eine bestimmte Aussage der Untersuchung verwundert dabei nicht im geringsten: Jene Digital Natives sind der Meinung, dass neue Technologien mehr Chancen als Risiken bieten.

Die Digitalisierung des Tourismus nimmt also weiter Fahrt auf. Immer mehr neue Tools versprechen Hoteliers, Destinationen oder Veranstaltern neue Chancen für ihren Erfolg. Mehr Convenience für Kunden, effizientere Abläufe, verringerte Kosten und Wettbewerbsvorteile: Wer Fernweh 4.0. versäumt, wird die Null bald in der Kasse spüren, könnte das Motto lauten. Kein Wunder also, wenn in vielen Chefetagen geprüft wird, ob es nicht höchste Zeit ist für solche Anschaffungen – bevor es die Konkurrenz macht.

Christian Prenger

 

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