Ryanair stoppt kritisierte Sprachtests

"Wir haben den Afrikaans-Test beendet, weil er nicht sinnvoll ist", so Ryanair-Chef Michael O"Leary
©unsplash

Mit Wissensfragen auf Afrikaans wollte Ryanair Passagiere mit gefĂ€lschten sĂŒdafrikanischen PĂ€ssen herausfiltern

Wie FaktuM berichtete, war die irische Billigairline Ryanair in den vergangenen Wochen in massive Kritik geraten. Der Grund: Die Fluggesellschaft fĂŒhrte Sprachtests bei sĂŒdafrikanischen Passagieren durch. Eine Praxis, die eigentlich dafĂŒr sorgen sollte, Menschen mit gefĂ€lschten Reisedokumenten auszusieben, da in letzter Zeit ein erhöhtes Aufkommen derer festzustellen war – am Ende allerdings fĂŒr einen regelrechten Shitstorm sorgte. Durchaus problematisch war nĂ€mlich, dass der Test auf Afrikaans durchgefĂŒhrt wurde. Das ist eine von mehreren Amtssprachen in SĂŒdafrika, die allerdings ĂŒberwiegend von einer weißen Minderheit gesprochen wird. Betroffene haben beklagt, die Praxis sei diskriminierend und erinnere an das UnterdrĂŒckungssystem der Apartheid-Zeit.

Dementsprechend hat sich Ryanair nun dazu entschieden, die Sprachtests wieder einzustellen. “Unser Team hat einen Test auf Afrikaans mit zwölf einfachen Fragen durchgefĂŒhrt. Sie haben keine Schwierigkeiten, diese zu beantworten. Aber wir hielten es auch nicht fĂŒr angemessen.“, sagte Unternehmenschef Michael O”Leary nun der BBC zufolge. „Wir haben den Afrikaans-Test beendet, weil er nicht sinnvoll ist.“ Nach Informationen der BBC wurde in dem Test unter anderem gefragt, wie die internationale Vorwahl SĂŒdafrikas, der Namen der Hauptstadt oder der des PrĂ€sidenten laute. Wer den Test nicht bestand, sollte die Flugkosten erstattet bekommen.

APA/Red.

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