Ryanair verweigert Reisenden Boarding

Die irische Fluglinie Ryanair befindet sich derzeit im Streit mit Kunden um die Rückzahlung von Flügen
©Pixabay

Nachdem rund 850 Passagiere sich ihre Kosten für Flüge, die sie aufgrund der Pandemie nicht antreten konnten, zurückholten, schloss die Fluglinie Ryanair sie vom Boarding aus. Das berichtete die irische Zeitung Irish Times am Mittwoch. Auch die britische Zeitung Guardian schreibt, dass britische Staatsbürger von dem Fall betroffen sind.

Fluggäste wussten nichts von Sperre

Bei den Fällen geht es um sogenannte Chargebacks. Die Reisenden versuchten Rückerstattungen für die nicht angetretenen Flüge von der Airline zu bekommen. Nachdem Ryanair dies verweigerte,  holten sich die Kunden das Geld über die Kreditkartenfirma zurück. Das Flugunternehmen merkte sich die Namen und Daten der Passagiere und verweigerte ihnen das Check-In und Boarding beim nächsten gebuchten Flug. Laut „Irish Tims“ und „Guardian“ erfuhren viele Betroffenen erst kurz vor Reiseantritt von der Sperrung. Buchen konnten sie den Flug davor aber problemlos.

Nicht erstattungsfähige Tickets

Ryanair bleibt standhaft, dass sie im Recht sind und bezieht sich dabei auf die Geschäftsbedingungen. Bei den Tickets handelt es sich um nicht erstattungsfähige Flugtickets für Flüge, die trotz Pandemie starteten, so eine Sprecherin des Unternehmens. Daher sei die Rückerstattung über die Kreditkartenfirma nicht rechtmäßig. Laut Airline handelt es sich um weniger als 850 Reisenden. Sie müssen ihre Schulden begleichen bevor sie wieder mit einem Flieger von Ryanair reisen können. Die britisch Wettbewerbsbehörde stellte Ermittlungen gegen Ryanair in diesen Fällen ein, da die Rechtslage unklar sei.

APA/RED

 

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