Salzburger Christkindlmarkt muss wieder schließen

Nur wenige Tage lang kann der Salzburger Christkindlmarkt geöffnet bleiben, bevor der Lockdown in Kraft tritt.
©APA/BARBARA GINDL

Der Baum für den Salzburger Christkindlmarkt kommt heuer aus Seeham im Flachgau.

„Die Lichter werden brennen, die Hütten werden geschlossen“, so Wolfgang Haider. Der Obmann des Vereins Salzburger Christkindlmarkt reagiert enttäusch auf den angekündigten Lockdown, der ab nächster Woche in Salzburg gelten soll. Ihm zufolge bedeute das einen Verlust von mindestens zwei Millionen Euro – und das sind reine Kosten, die durch den Aufbau der Infrastruktur, inklusive der rund 100 Hütten, sowie die Produktion und Bereitstellung der Waren entstehen. Vom entgangenen Umsatz ganz zu schweigen.

Besonders traurig: Der traditionelle Markt am Dom- und Residenzplatz in der Salzburger Altstadt feierte seine Eröffnung wie immer erst am heutigen Vormittag. Man hofft nun auf zahlreiche Besucher, die die Weihnachtsstimmung vor dem Lockdown noch genießen wollen. „Und dann sperren wir zu. Wir sitzen im gleichen Zug wie alle anderen“, meint Haider bedrückt. Nach dem Ende des Lockdowns plant man aber, den Markt wieder aufzusperren – zumindest sofern dieser nicht zu lange dauert. Dauert die Sperre beispielsweise bis 24. Dezember an, würde sich eine Wiedereröffnung laut dem Obmann nicht mehr auszahlen. Ansonsten schließt der Markt in dieser Saison aber erst am 1. Jänner, anstatt traditionell nach den Weihnachtsfeiertagen.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen

Aufgrund der neusten Corona-Maßnahmen, die mit 15. November in Kraft getreten sind, sind die Betreiber des Salzburger Christkindlmarktes dazu verpflichtet, ihre Besucher einer 2G-Kontrolle zu unterziehen. Die Verordnung gilt österreichweit und betrifft Zusammenkünfte von mindestens 25 Personen.

In Salzburg wird das – ähnlich wie am Markt des Wiener Rathausplatzes – anhand einer Einzäunung des Platzes umgesetzt. An den drei Eingängen in der Goldgasse, Franziskanergasse und am Kapitelplatz muss dann das Impf- oder Genesungszertifikat vorgewiesen werden. Um sich nach einmaliger Kontrolle frei bewegen zu können, erhalten die Besucher dann ein Armband. Auf dem Christkindlmarkt muss dann zusätzlich eine FFP2-Maske getragen werden.

APA/Red.

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